Motorensymposium: Alternative Energieformen werden weiter geringe Randbedeutung haben

Erdöl, Kohle und Erdgas bleiben die dominierenden Energiequellen

Wien (OTS) - "Erdöl, Kohle und Erdgas werden unverändert auch in den nächsten 30 Jahren die dominierenden Energiequellen für die weltweit zunehmend wichtiger werdende Mobilität darstellen. Alternative Energieformen wie Biotreibstoffe, Nuklearstrom und Wasserstoff werden auch in 30 Jahren eine ähnlich geringe Randbedeutung haben wie heute." Diese Schlussfolgerung zieht Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK), nach Abschluss des zweitägigen 29. Internationalen Wiener Motorensymposiums.

An dem weltweit bedeutendsten Kongress von Motorenexperten haben Donnerstag und Freitag in der Wiener Hofburg 1000 Spitzeningenieure der Motorenentwicklung sowie namhafte Konzernchefs teilgenommen und neueste Erkenntnisse aus der Motorenforschung diskutiert.

Prof. Lenz, Begründer und Organisator des Symposiums, in seinem Resümee der Tagung:

* Die Fachwelt wurde im Rahmen des Symposiums mit "harten Wahrheiten" konfrontiert: Der Energiebedarf wird dramatisch zunehmen, der nicht auf Dauer mit einfach zu förderndem Öl und Gas zu decken sein wird, und ein weiterer Anstieg der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen wird unvermeidlich sein.

* Es wird keinen "Weltmotor" mehr geben - im Gegenteil. Motoren der Zukunft werden vielschichtig und vielfältig auf die Bedürfnisse einzelner Regionen abgestimmt sein müssen.

* Die Elektrifizierung des Antriebsstranges ist der Trend der Zeit. Sie reicht von der einfachen Start-Stopp-Automatik über Micro-, Mild-, Teil- und Vollhybrid bis hin zu der neuen Generation von Plug-in-Hybriden, die an der Steckdose aufgeladen werden und streckenweise rein elektrisch fahren können.

  • Die vorgestellten neuen Verbrennungsmotoren unterliegen einer extremen Spreizung und umfassen sowohl den Zwölfzylinder mit 500 PS für höchsten Fahrspaß als auch den vorbildlich sparsamen und umweltfreundlichen kleinen Dieselmotor mit bis zu vier Katalysatoren
  • Oxikat, Partikelfiler, NOx-Kat, H2S-Sperrkat -, wie eine kleine Chemiefabrik.

* Bei Nutzfahrzeugen verursacht die Abgasreinigung schon so hohe Produktionskosten wie der gesamte Motor.

* Neue Märkte entwickeln sich dynamisch. Zum Beispiel Russland:
280 Millionen Menschen (mit Nachbarstaaten) zeigen einen riesigen Hunger nach Mobilität und bieten ein Marktpotenzial in der Größenordnung von Deutschland. Noch größere Nachfrage wächst in Ländern wie China und Indien.

* Zum Thema Klimawandel und CO2 ist die Wissenschaft uneins. Unsicherheiten bestehen in der Größenordnung des Effekts. Mit anderen Worten: Man weiß es einfach nicht - die zunehmenden CO2-Emissionen können genauso gut überhaupt keinen Effekt auslösen.

Konklusio nach zweitägigen Beratungen: "Das Automobil steht völlig zu Unrecht im Kreuzfeuer der Kritik. Es gibt wohl kein Gebiet der Technik, auf dem so große Fortschritte - besonders im Hinblick auf Umweltschutz - gemacht wurden und werden, wie beim Automobil und beim Verbrennungsmotor", stellt Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz fest.

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