Plassnik mit UN-Generalsekretär: "Gemeinsame Arbeit für die Zukunft"

Eröffnung eines neuen Konferenzgebäudes in der Wiener UNO-City und Gespräch mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon

Wien (OTS) - "Wer baut, zeigt Zuversicht in die Zukunft. Das neue Konferenzgebäude ist nicht nur die bedeutendste Erweiterung der UNO-City seit 1979, es ist auch ein Symbol des gegenseitigen Vertrauens und der gewachsenen Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und Österreich. Die UNO-City in Wien ist mittlerweile Teil unserer Identität geworden", so Außenministerin Ursula Plassnik heute bei der Einweihung des neuen "Building M" in der Wiener UNO-City gemeinsam mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, IAEO-Generaldirektor Mohamed ElBaradei und Wiens Bürgermeister Michael Häupl.

Die Außenministerin verwies auf den großen positiven Effekt, den der Amtssitz auf Wien und Österreich hat: Nicht nur wurden tausende Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch Wien als Ort des Dialogs und der multinationalen Diplomatie gestärkt. Mit 154 Konferenzen wurde Wien 2007 zum dritten Mal in Folge auf Rang 1 der internationalen Kongressstädte gereiht. Die rund 30 internationalen Organisationen, die ihren Sitz in Wien haben, bringen mit ihren über 5300 Mitarbeitern und Diplomaten Wertschöpfungseffekte von rund 529 Millionen Euro für den Großraum Wien, rund 1% der Wertschöpfung dieser Region.

"Der UNO-Sitz in Wien ist zweifellos ein Gewinn für uns. Österreich hat auch viel zu bieten, menschlich, kulturell, aber auch als einziges UNO-Hauptquartier innerhalb der EU", betonte Plassnik. "Wir sind innerhalb der EU ein Transmissionsriemen für die Arbeit der UNO. Und wir haben uns jetzt mit unserer Kandidatur für den Sicherheitsrat 2009/10 ein neues, ehrgeiziges Ziel gesetzt: Wir wollen direkt aus dem Zentrum der UNO, aus dem Sicherheitsrat, die Arbeit der Vereinten Nationen mitgestalten."

"Zwischen EU und UNO besteht eine natürliche und logische Partnerschaft im Weltdorf, verbunden durch ihre gemeinsame Arbeit für die Zukunft. Österreich und Europa sind und bleiben dabei verlässliche Partner und Teilhaber der Vereinten Nationen. Der UNO-Generalsekretär kann sich auf uns verlassen". Die EU sei - so Plassnik weiter - nicht nur größter Beitragszahler im UN-System, der über 40% des Budgets für friedenserhaltende Operationen und mehr als 50% aller weltweiten Beiträge zur Entwicklungszusammenarbeit beisteuert, sondern vor allem auch ein "innovativer politischer Partner" für die tägliche Friedensarbeit der Vereinten Nationen.

"Wien als Amtsitz hat sich zum Kompetenzzentrum für menschliche Sicherheit entwickelt. Die hier ansässigen Organisationen wie die UNIDO, die internationale Atomenergiebehörde (IAEO), die Organisation zum Atomteststoppvertrag (CTBTO), das UN-Büro zur Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung (UNODC) oder die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben alle ein Ziel: Mehr Sicherheit auf der Welt für jeden einzelnen von uns", so Plassnik weiter.

Anschließend an die Eröffnung in der UNO-City lud Plassnik die Regionalen Partner (Slowenien, Ungarn, Tschechien, Slowakei und Polen) zu einem Treffen mit dem UNO-Generalsekretär im Außenministerium. "Jeder EU-Mitgliedstaat ist Teilhaber der UNO und trägt aktiv zur den Zielen der Weltorganisation bei. Sichtbar wird unsere eng verzahnte Zusammenarbeit am Balkan, besondere im Kosovo. Beide, UNO und EU, arbeiten Seite an Seite für einen Kosovo, in dem jeder Mensch, unabhängig von seiner Volksgruppenzugehörigkeit, in Frieden und Sicherheit leben kann."

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