Rudas: Missethon setzt beim Thema Jugendgewalt auf Populismus statt auf Gegenstrategien!

Prävention ist entscheidender Faktor zur Vermeidung von Gewalt

Wien (SK) - "Wenn ÖVP-Generalsekretär Missethon das Thema Prävention als unwichtig abtut und medial inszeniert Boxcamps besucht, beweist dies, dass es ihm beim Thema Jugendgewalt nicht um Lösungen, sondern um reinen Populismus geht", kritisiert die SPÖ-Jugendsprecherin Laura Rudas die geplante Reise Missethons zu einem Hessischen Boxcamp für jugendliche Straftäter. Im Zentrum einer verantwortungsvollen Politik zur Vermeidung von Gewalt stehe vielmehr die Prävention. "Sie ist der entscheidende Faktor, um Gewalt und Straffälligkeit unter Jugendlichen bei der Wurzel zu packen", so Rudas gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Wenn Missethon ausreichend Zeit hat, um nach Hessen zu fahren, lade ich ihn ein, gemeinsam gegen Gewalt in der Gesellschaft aktiv zu werden. Um straffällig gewordene Jugendliche zu resozialisieren ist Boxen nicht das geeignete Mittel. Wir müssen jungen Menschen die Möglichkeit geben zu erlernen mit Aggression und Gewalt umzugehen und beispielsweise eine Ausbildung nachzuholen", so Rudas weiter. Daher begrüße sie auch die Wiedereröffnung des Wiener Jugendgerichtshofes.

"Gewalt ist in jeglicher Form zu verurteilen. Sie hat keinen Platz in unserer Gesellschaft und es gilt sie mit allen Mitteln und vor allem gemeinsam umfassend zu bekämpfen", so Rudas. "Es gilt in Prävention zu investieren. Wir müssen jungen Menschen Perspektiven eröffnen und ihre Situation verbessern. Um Gewalt zu bekämpfen müssen aber vor allem die Ursachen wie Aggression, Perspektiven- und Hoffnungslosigkeit bekämpft werden. Gelingen wird dies nicht durch Camps, in denen der Boxkampf gelehrt wird, sondern durch die Bekämpfung von Armut und der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen", erläutert Rudas. Junge Menschen in Boxcamps und dergleichen wegzusperren, entspreche jedenfalls alles andere als einem verantwortungsvollen Umgang der Gesellschaft mit Jugendlichen, ist die SPÖ-Jugendsprecherin überzeugt.

Ein weiterer wichtiger Punkt seien, so die SPÖ-Jugendsprecherin, Initiativen zum Schutz gegen Gewalt, wie sie etwa in dieser Woche von den vier SPÖ-MinisterInnen Erwin Buchinger, Maria Berger, Doris Bures und Claudia Schmied präsentiert wurden. "Unter der gemeinsamen Dachmarke 'Gemeinsam gegen Gewalt' wird es ressortübergreifende Initiativen zur stärkeren Thematisierung der Gewaltprävention geben. Im Gegensatz zur Einrichtung von Erziehungscamps können die Jugendlichen von solchen Maßnahmen tatsächlich profitieren", schloss Rudas. (Schluss) sl/mm

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