Bures und Lopatka: Mehr Resonanz für Mädchen- und Frauenfußball

Frauenministerin Bures und Sportstaatssekretär Lopatka zum Mädchen- und Frauenfußball im Rahmen der EURO 2008

Wien (OTS) - Zum Thema "Mädchen und Frauen am Ball" fand heute im Wiener Künstlerhaus eine gemeinsame Pressekonferenz mit Frauenministerin Doris Bures, Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka, ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und EURO-Koordinator Heinz Palme statt. Ehrengast der Veranstaltung war außerdem die Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-WM 2011, Steffi Jones, aus Deutschland. Bures und Lopatka informierten über Aktivitäten für den Mädchen- und Frauenfußball im Kontext der EURO 2008 und forderten zugleich mehr mediale Resonanz für den "weiblichen Fußball" ein.

Frauenministerin und Sportstaatssekretär stimmten darin überein, dass es für den Mädchen- und Frauenfußball in Österreich noch einen großen Aufholbedarf gäbe. Von den fast 600.000 im Fußballsport Aktiven seien nur rund zwei Prozent Mädchen und Frauen. Im Vergleich dazu liegt in der FIFA der Anteil bei zehn Prozent, in Deutschland bei 15,3 Prozent und in der Schweiz bei 7,2 Prozent. Trotzdem diagnostizierte Lopatka eine positive Entwicklung: "2002/2003 gab es in Österreich rund 60 Frauenmannschaften. In der Saison 2006/2007 waren es bereits 152 und heuer sind es schon 180." Dies sei eine positive Zwischenbilanz, wenn auch noch "auf sehr bescheidenem Niveau". Daher werde nun auf mehreren Ebenen angesetzt, um österreichweit den Frauenfußball zu fördern. Besonderes Augenmerk gelte dabei der Kooperation mit den Schulen, so der Sportstaatssekretär.

Bures zeigte sich erfreut, "dass es nun ein wirklich breites Bündnis für den Mädchen- und Frauenfußball gibt". Denn Fußballsport müsse auch zur Frauensache werden. Der Zeitpunkt sei jetzt im Zuge der EURO 2008 ideal, um Projekte zu starten und Begeisterung zu wecken. "Daher habe ich rund um die EURO mehrere Initiativen gesetzt. So wird es bereits zu Pfingsten ein Mädchenfußball-Turnier geben", berichtete Bures. Unter dem Motto "Ich steh im Tor und er dahinter" werden sich 32 Mannschaften aus Österreich, der Schweiz, Ungarn und Italien daran beteiligen. Auf Einladung der Frauenministerin werden auch Profi-Schiedsrichterinnen aus der Türkei, Deutschland und der Schweiz nach Österreich kommen und an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der heimischen Profi-Schiedsrichterin Tanja Schett teilnehmen. Bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter dem Titel "Kick it like Victoria?" können Mädchen und Frauen ihre ganz persönlichen Zugänge zum Fußball darlegen. Infos dazu: www.frauen.bka.gv.at/euro08

Sportstaatssekretär Lopatka nannte das Ziel, das er gemeinsam mit dem Bildungs- und Frauenministerium sowie dem Österreichischen Fußballbund anstrebe: "Wir möchten bis 2015 einen Frauenanteil von zehn Prozent im Fußballsport erreichen". Bereits im nächsten Schuljahr würde mit der Umsetzung einer Schülerinnen-Fußballliga gestartet. Mit dem Projekt "Womensport Goes School" werden Mädchen-und Frauensport-Projekte - vor allem in "männerdominierten Sportarten" - gefördert. Wenn all die aktuellen und geplanten Projekte gelingen, "dann erwarte ich mir auch mehr mediale Resonanz für Frauenfußball", betonte Lopatka. Frauenministerin und Sportstaatssekretär waren sich abschließend darin einig: "Es ist höchste Zeit, unsere weiblichen Talente vor den Vorhang zu holen. Wir sind zwar auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel!".

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