ÖGB verurteilt Ermordung von Honduras Gewerkschaftsvorsitzender

Lückenlose Aufklärung durch die Regierung notwendig

Wien (ÖGB) - Der ÖGB verurteilt schärfstens die Ermordung der Generalsekretärin der Confederación de Trabajadores de Honduras (CTH), Altagracia Fuentes, und zwei weiterer Gewerkschaftsfunktionäre.++++

Die antigewerkschaftliche Repression in Honduras hat eine neue Dimension erreicht. Waren bisher bereits Polizeiübergriffe gegen AktivistInnen, Massenentlassungen von protestierenden ArbeiterInnen vor allem in den so genannten Freien Produktionszonen und behördliche Schikanen die Regel, so ist mit der Ermordung der drei GewerkschaftsfunktionärInnen nun eine neue Eskalationsstufe eingeleitet worden.

Offenbar sollen dadurch die Menschen von den Massenprotesten gegen die extrem hohen Lebensmittelpreise und die neoliberale Sanierungspolitik der Regierung abgehalten werden. Der ÖGB fordert die Regierung in Tegucigalpa auf, diese heimtückischen Morde schnellstens aufzuklären und die Verantwortlichen dafür schonungslos zur Rechenschaft zu ziehen. Zugleich müssen dringend Maßnahmen getroffen werden, um einer Eskalation der Gewalttätigkeit seitens der Sicherheitskräfte wie auch von Seiten privater Sicherheitsdienste und Todesschwadronen Einhalt zu gebieten.

Die CTH gehört wie der ÖGB dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) mit Sitz in Brüssel an und zählt etwa 55.000 Mitglieder.(ff)

ÖGB, 25. April 2008 Nr. 253

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