Bayr: Gesparte Energie ist die größte und billigste Ressource

Ökostrom- und Energieeffizienzgesetz als starke legistische Rahmen nutzen

Wien (SK) - Der morgen begangene Internationale Tag der
erneuerbaren Energie fällt mit dem Tschernobyl-Gedenktag zusammen, womit laut SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr die Dringlichkeit der Thematik unterstrichen wird. "Erneuerbare Energie ist der Schlüssel zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern", so Bayr, "und ist die ideale Alternative zur so gefährlichen Atomenergie!" ****

Die Novellierung des Ökostromgesetzes erachtet Bayr als wesentlich, um endlich wieder die notwendigen Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich zu schaffen. "Es gilt, bei den Förderungen zwischen rohstoffabhängigen und rohstoffunabhängigen Anlagen zu unterscheiden - die von Rohstoffen unabhängigen Anlagen dürfen nicht durch eine finanzielle Deckelung gebremst werden, das wäre kontraproduktiv!", ist Bayr überzeugt.

"Die größte Ressource ist Energie, die nicht verbraucht wird", weist Bayr auf die Dringlichkeit eines Umdenkens im Energiebereich hin, "daher ist Energie einsparen durch Effizienzsteigerungen DIE wichtigste Schiene, die wir fahren müssen." In diesem Sinne schlägt Bayr auch die Schaffung eines richtungsweisenden Energieeffizienz-Gesetzes vor, welches die derzeit hohen Ineffizienzen z. B. bei der Energiegewinnung - und -weiterleitung, aber auch bei vielen Geräten und Motoren sowie bei großen Wärmeverlusten eindämmen helfen könnte.

"Das große Problem bei der Einsparung von Energie ist, dass sie keinen Marktwert besitzt", erläutert Bayr die Schwierigkeit von Fortschritten in diesem Bereich, "das heißt, es kann kein Gewinn unmittelbar durch Handel erzielt werden - ein schwerwiegender Nachteil in unserer ökonomisierten Welt!" Gerade deshalb bedarf es laut Bayr im Bereich der Energieeffizienz starker legistischer Rahmenbedingungen, die Vergeudung etwa von Abwärme bei der Stromproduktion unterbinden sollen.

Zur Frage der Kosten der auszubauenden Ökostromförderung weist Bayr darauf hin, dass diese keinesfalls alleine von den Haushalten zu tragen sein dürfen, sondern eine gerechte Verteilung erzielt werden muss, welche auch die Industrie in die Pflicht nimmt. (Schluss) ps/mm

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