Kollektivvertragsverhandlung Versicherungen: GPA-DJP fordert kräftige Einkommenszuwächse

Österreichweite Betriebsversammlungen bei Scheitern der Verhandlungen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Angesichts des stabilen Wachstums der heimischen Versicherungswirtschaft in den letzten Jahren ist die Forderung nach einer deutlichen Einkommensverbesserung für die rund 26.300 Beschäftigten mehr als berechtigt" erklärt GPA-DJP Vorsitzender Wolfgang Katzian anlässlich einer BetriebsrätInnen-Konferenz der Versicherungen letzte Woche. Trotz des stabilen Wachstums in der Versicherungsbranche wurden die Kollektivvertragsverhandlungen vergangene Woche ergebnislos unterbrochen. Nach zwei Verhandlungsrunden gab es sowohl bei den Gehaltsforderungen als auch bei den rahmenrechtlichen Forderungen kaum Annäherungen. ++++

Nach Angaben des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVÖ) verzeichneten auch im Jahr 2007 alle Versicherungssparten Zuwächse. Ersten Prognosen zufolge wird auch für 2008 wieder ein Wachstum von etwa 1,9 Prozent erwartet. Für die private Krankenversicherung wird 2008 sogar ein Wachstum von rund 3,1 Prozent prognostiziert.

Am Freitag, dem 18. April, fanden bereits österreichweit BetriebsrätInnen-Konferenzen statt in denen weitere mögliche gewerkschaftliche Aktivitäten beschlossen wurden. Nächster Verhandlungstermin ist der 28. April. Sollten auch die Verhandlungen am 28. April scheitern, werden in ganz Österreich Betriebsversammlungen im öffentlichen Raum durchgeführt.

"Wir werden die Angestellten der Versicherungen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Wenn nötig auch durch die Mobilisierung von BetriebsrätInnen aus anderen Branchen" versicherte GPA-DJP Vorsitzender Katzian bei der BetriebsrätInnen-Konferenz der Versicherungen in Wien. "Die Produktivitätszuwächse in der Branche müssen sich auch für die Beschäftigten zu Buche schlagen - wir fordern daher eine deutliche und nachhaltige Anhebung aller Einkommen," so Katzian abschließend.

ÖGB, 25. April 2008 Nr. 252

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