Öllinger zu Pröll-Entgleisung: ÖVP bleibt weiter Antworten schuldig

Grüne wollen von Molterer klare Distanzierung

Wien (OTS) - "Die ÖVP will sich offenbar nicht von der Entgleisung des niederösterreichischen Landeshauptmannes Pröll distanzieren", erklärt der stellvertretende Klubobmann der Grünen, Karl Öllinger, angesichts der Aussagen von Pröll gegenüber einer Tageszeitung. Wörtlich hatte der NÖ-Landeshauptmann nach den Todesschüssen an der S1 gemeint: 'Ich sehe ein Signal weit über Österreich hinaus, das besagt, wer in Niederösterreich etwas anstellt, der muss eben auch mit dem Schlimmsten rechnen'. "Was soll das heißen", fragt Öllinger. Offenbar sei es nun ÖVP-Parteilinie, Straftätern mit dem Tod zu drohen, denn bisher ist diese Aussage unwidersprochen geblieben, so Öllinger. "Die ÖVP will die FPÖ wohl rechts überholen."

"Wir verlangen hier eine klare Distanzierung von ÖVP-Chef Molterer, denn schließlich gilt in Österreich noch immer der Rechtsstaat und nicht das Faustrecht." Öllinger kündigte an, Vizekanzler Molterer und Innenminister Platter dazu im Parlament zu befragen, sollte die ÖVP dies stillschweigend hinnehmen. "Hier geht es um Repräsentanten der Republik, die den Rechtsstaat zu schützen und nicht dem Waffengebrauch das Wort zu reden haben."

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