Schenner: "Jetzt mit Schwung in die Sommersaison"

"Erfolgreiche Winterbilanz gibt der Branche Auftrieb" - Dank an die Mitarbeiter - Teuerungswelle belastet die Branche - "Umsatz ist lange nicht Gewinn"

Wien (PWK318) - "Dank des Einsatzes unserer 55.000 Hotel- und Gastgewerbebetriebe und ihrer mehr als 180.000 Mitarbeiter kann Österreich auf eine gute Wintersaison zurückblicken", freut sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Hans Schenner, über die aktuellen Nächtigungszahlen für die fünf Monate November 2007 bis März 2008. Mit 58,36 Millionen Übernachtungen gab es ein Plus von 11,8 Prozent oder 6,2 Millionen. Bis Ende April dürfte der Wert deutlich über der 60-Millionen-Grenze liegen.

Erfreulich, so der Tourismusobmann, dass im Winter 07/08 auch die Umsätze kräftig gestiegen sind. "Dabei dürfen wir aber nicht aus den Augen verlieren, dass auch Handel, Transport und Gewerbe in diesen Umsatz mit eingerechnet sind. Auch für die Tourismusbetriebe gilt:
Umsatz ist noch lange nicht Gewinn", warnt Schenner vor voreiligen Schlüssen und übertriebener Euphorie. Der Vertreter der Tourismuswirtschaft, selbst Hotelier, erinnert aus eigener Erfahrung an die besonders in jüngster Zeit stark gestiegenen Kosten, welche die Tourismusbetriebe gehörig unter Druck setzen. Nach einer Untersuchung des IHS sind in den letzten Monaten die Kostenindices im Tourismus (Nahrungsmittel, Heizkosten, Gebühren, etc) deutlich stärker gestiegen als die am Markt erzielbaren Preise für Logis und Gastronomie.

"Wir werden den Schwung mitnehmen und uns auch in der bevorstehenden Sommersaison voll einsetzen", kündigt der Tourismus-Sprecher an: "Mit Vollgas voraus" laute jetzt die Devise für die kommenden Monate, die - sportlich und touristisch gesehen -schon im Mai mit einigen gut gelegenen Feiertagen und im Juni mit der Fußball-EM erste Höhepunkte bringen sollten. "Ich wünsche mir auch, dass einige Tourismusvertreter endlich ihre EURO 08 Handbremse im Kopf lösen. Ab jetzt fahren wir nur noch Vollgas!"

Zuversichtlich für die bis Ende Oktober reichende Sommersaison stimmen Schenner nicht zuletzt die von vielen Regionen und Orten getragenen Initiativen zur Saisonverlängerung. Diese Entwicklung habe bereits im Sommer 07 zu einem erfreulichen Plus von 3,3 Prozent auf knapp 61 Millionen Nächtigungen beigetragen.

Der das ganze Jahr hindurch auf hohem Niveau laufende Städtetourismus und die führende Stellung als Kongressdestination machen Österreichs Tourismus zunehmend weniger witterungs- und saisonabhängig. Auch die allgemein zu beobachtende "Renaissance des Wanderns" verschaffe Österreichs Tourismusorten eine gute Ausgangsposition für das Sommerhalbjahr. Bergsteigen ist zu einem typischen Herbstthema geworden, das der Saisonverlängerung dient.

"Für den Sommer 08 wollen wir neue Maßstäbe setzen. Ich hoffe, dass die neue Allianz der Österreichwerbung mit den Tourismuswerbern in den Bundesländern (LTOs) schon diesen Sommer greift. Ich erwarte mir von den Werbestrategen eine Trendwende in Deutschland und mehr Gäste aus den neuen Märkten in Osteuropa. Wir müssen auch im Sommer endlich vom Jammertal in die Nichtraunzerzone kommen!", so Österreichs oberster Touristiker abschließend. (hp)

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