Volkshilfe: Armut ist unsichtbar. Armut ist leise. Armut tut weh

Neuer TV-Spot zur Volkshilfe Kampagne "armut tut weh." macht auf Kinderarmut in Österreich aufmerksam

Wien (OTS) - "Ein sensibles Thema ebenso einfach wie eindringlich auf den Punkt zu bringen, das ist keine leichte Aufgabe. Ich bedanke mich bei allen an der Produktion beteiligten Personen und Firmen, die uns dabei unterstützt haben. Mein besonderer Dank geht an Michael Braun und Ossi Kubinecz von der Agentur Blink, die diese Aufgabe mit viel Fingerspitzengefühl gemeistert haben.", so Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger.

Armut ist unsichtbar

102.000 Kinder und Jugendliche leben in Österreich in akuter Armut. Selten wird darüber gesprochen, denn Armut in Österreich sieht anders aus als in Entwicklungsländern. In Österreich ist es nicht auf den ersten Blick zu sehen, trotzdem gibt es sie, oft in unserer unmittelbaren Nachbarschaft: Kinder die ohne Frühstück zur Schule gehen und selten etwas Warmes zu essen bekommen, die kaputte Kleidung tragen müssen, die nicht ersetzt werden kann, die zuwenig Geld haben, um an Schulaktivitäten teilnehmen zu können.

Armut ist leise

Die Hälfte der von Armut betroffenen Menschen verzichtet darauf, Freunde zu sich nach Hause einzuladen. Einerseits, weil das Geld fehlt, um diese bewirten zu können, aber auch, weil Menschen in akuter Armut sich schämen. Menschen - und besonders Kinder - in prekären Lebensverhältnissen bekommen wenig Anerkennung, ihr Selbstwertgefühl schwindet, sie schämen sich für ihre Situation und ziehen sich immer mehr zurück. So sind auch Kinder in unserem Land von sozialer Ausgrenzung und Einsamkeit betroffen. Besonders unter Gleichaltrigen werden von Armut betroffene Kinder oft ausgegrenzt, weil sie nie mit ins Kino gehen können, weil sie nicht die neuesten Computerspiele haben und ohne Zugang zum Internet nicht über die neuesten Musikvideos Bescheid wissen ...

Die mit Armut einhergehende Stigmatisierung der von Armut betroffenen Menschen führt auch dazu, dass nur 40% aller Hilfesuchenden Sozialhilfe in Anspruch nehmen, obwohl sie ein Recht darauf hätten und sie auch bräuchten.

Armut tut weh

53.000 Kinder müssen in Österreich in einer ungeeigneten Wohnung leben, die etwa von Schimmel befallen ist oder nur über dunkle Räume verfügt. Über 200.000 Kinder leben in prekären finanziellen Verhältnissen in Haushalten, die hohe Mietrückstände haben oder die Wohnung nicht angemessen heizen können, und ständig vom Abschalten von Strom und Gas bedroht sind. Diese Haushalte spüren derzeit die explodierenden Lebensmittelpreise direkt und hautnah, die Nachfrage nach Unterstützungen steigt ständig.

Neuer TV-Spot

Dies sind erschreckende Zahlen für eines der reichsten Länder der Welt. Und hinter den Zahlen stehen Menschen und Schicksale. Die Volkshilfe macht gemeinsam mit Margit Fischer in der aktuellen Kampagne "armut tut weh." auf diese Missstände aufmerksam und bittet die Österreicherinnen und Österreicher um Hilfe für Kinder und Familien in Not. Ab 29. April wird ein TV-Spot im ORF die Kampagne unterstützten. "Es ist wichtig, dass wir den Kreislauf aus Armut, Ausgrenzung und Stigmatisierung durchbrechen, denn Kinder aus Armutsfamilien werden schnell zu Außenseitern und erhalten auch nicht die bestmögliche Bildung - wodurch sie später selbst wieder ein großes Risiko tragen, in Armut leben zu müssen. "Armut ist unsichtbar. Armut ist leise. Armut tut weh. Und: Spenden hilft.", so Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger.

Michael Braun, Geschäftsführer der Agentur BLINK abschließend zur Kampagne und dem neuen TV Spot: "Heikle und ernste Themen benötigen eine besonders sensible und doch ganz klare Kommunikation um die Botschaft direkt und deutlich zu platzieren. Und der neue Spot der Volkshilfe ist für uns auch ein Beweis, dass dies bei einer klaren Idee auch sehr reduziert und sehr budgetschonend umgesetzt werden kann. Denn gerade die >Nichtbilder< in diesem TV Spot machen betroffen und fordern unmissverständlich zum Handeln auf!"

Volkshilfe Spendenkonto: PSK 90.175.000

Credits:

Auftraggeber: Volkshilfe Österreich, Bundesgeschäftsstelle; Erwin Berger, Rainer Stoiber; Agentur: BLINK, Agentur für strategische Markenberatung; Geschäftsführer Michael Braun, Creative Director Oskar Kubinecz; Filmproduktion: sabotage, Melanie Pfaffstaller; Schnitt: k-effects; Tonstudio: MG sound; Sprecher: Toni Slama

Der Spot steht unter www.volkshilfe.at zum Download zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Österreich
Rainer Stoiber; T: 0676 834 02 216; E: rainer.stoiber@volkshilfe.at

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