SCHEIBNER: "RH-Rohbericht bestätigt verantwortungsloses Handeln Darabosens"

"Während Ankaufskosten durch ein Sonderbudget abgedeckt wurden, müssen notwendige zukünftige Upgrades in der Folge teuer zugekauft werden"

Wien (OTS) - "Der vorliegende Rechnungshof-Rohbericht über den Darabos-Deal zeigt, daß den kurzfristigen Einsparungen von 250 Millionen Euro mittel- bis langfristig viel höhere Ausgaben gegenüberstehen, die aus Ressortmitteln bestritten werden müssen", stellte heute der BZÖ-Klubobmannstellvertreter Abg. Herbert Scheibner fest. "Die ersten Veröffentlichungen aus dem Rechnungshof-Rohbericht bestätigen ganz klar, daß Darabos bei seinem Deal verantwortungslos gehandelt hat. Jetzt gehört der gesamte Bericht umgehend veröffentlicht", so Scheibner weiter.

Durch den Mix von alten und neuen Flugzeugen werde sich nicht nur die notwendige Logistik verteuern sondern auch die Ugradings, auf die Darabos bekanntlich verzichtet habe. "Bei der Bewaffnung und Elektronik werden damit die Eurofighter nicht das volle Einsatzspektrum haben, das ursprünglich geplant war. Während die Ankaufskosten durch ein Sonderbudget abgedeckt worden sind, werden notwendige zukünftige Upgrades in der Folge teuer zugekauft werden müssen und diese wird das Landesverteidigungsministerium dann selbst aus dem eigenen Budget zahlen müssen", betonte Scheibner.

"Nicht nur, daß Darabos schon bei seinem ursprünglichen Vergleich, der eine Reduktion auf 15 Eurofighter zur Folge hatte aus reinparteipolitischen Gründen auf eine Einbindung des Finanz- und Wirtschaftsministers verzichtet und damit bis zu 500 Millionen Euro an Gegengeschäften in den Wind geschrieben hat, hat der Minister bei seinen Folgeverträgen für Wartung- und Ersatzteillieferungen ein weiteres Mal keine Gegengeschäfte ausverhandelt", schloß Scheibner.

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