Mölzer: EU will Weltmacht spielen und überschätzt ihre Möglichkeiten

Brüssel wird mit Holzhammermethode und politisch korrektem Geschwätz China nicht überzeugen - statt Forderungen wird nur der Dialog zum Ziel führen

Wien (OTS) - Mit Forderungen an die kommunistische Führung werde die Europäische Union überhaupt nichts erreichen, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer anlässlich des Chinabesuchs von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und neun EU-Kommissaren. "Brüssel glaubt wieder einmal, Weltmacht spielen zu müssen und überschätzt seine Möglichkeiten in fataler Weise", fügte Mölzer hinzu.

Natürlich gebe es in China eine ganze Reihe von Problemen -angefangen bei der Menschenrechtslage über die Unterdrückung von Minderheiten bis hin zur Überschwemmung des europäischen Marktes mit Billigprodukten - die gelöst werden müssen, betonte der freiheitliche EU-Mandatar. "Wenn aber die EU glaubt, mit der Holzhammermethode oder mit politisch korrektem Geschwätz zum Ziel zu kommen, dann irrt sie sich gewaltig. Denn wie die Geschichte zeigt, haben sich die Chinesen nie etwas von außen dreinreden lassen", erklärte Mölzer.

Daher bestehe, so der freiheitliche Europa-Abgeordnete, wegen der unsensiblen und verfehlten Chinapolitik der EU-Kommission die Gefahr, dass nicht nur die kommunistische Führung in ihrer Unterdrückungspolitik gegenüber den Tibetern gestärkt werde, sondern dass auch Europa insgesamt Schaden erleiden werde. "Das wirtschaftlich aufstrebende China ist für Europa nicht nur eine Chance, weil neue Absatzmärkte entstehen, sondern auch eine Gefahr, weil immer mehr Billigarbeitsplätze abgesaugt werden. Deshalb ist die EU-Kommission gut beraten, behutsam vorzugehen. Vor allem aber müssen sich Barroso und Co. von dem Irrglauben verabschieden, in Peking warte man nur auf die Ratschläge aus Europa. Der einzige Weg, mit dem etwas erreicht werden kann, ist der Dialog auf gleicher Augenhöhe, auch wenn dieser mühsam und langwierig sein wird", schloss Mölzer.

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