Haimbuchner: Einsparungen bei Darabos-Deal viel geringer als behauptet

FPÖ fordert erneut Rücktritt von Minister Darabos

Wien (OTS) - "Die behaupteten Einsparungen von 370 Millionen Euro beim Darabos-Deal wurden nun durch den Bericht des Rechungshofes widerlegt. Wie jetzt bekannt wurde, mussten im Dezember 2007 vier "In Service Support"-Verträge über einen Wert von 177 Millionen Euro abgeschlossen werden. Zieht man diese Verträge von 370 Millionen Euro ab, bleiben nur noch 193 Millionen Euro Einsparungen", so heute FPÖ-NAbg. Dr. Manfred Haimbuchner.

"Die ursprünglichen Verträge V 1 und V 2 über 2 Milliarden Euro wurden um 250 Millionen Euro reduziert, die Betriebskosten - auf 30 Jahre berechnet - wurden von 1,5 Milliarden Euro auf 1380 Millionen Euro reduziert. Die so genannten Einsparungen haben wahrscheinlich den Abschluss der "In Service Support" Verträge notwendig gemacht, womit diese Kosten wieder hinzugerechnet werden müssen. Somit hat Darabos das gesamte Paket von 3,5 Milliarden Euro um lediglich 193 Millionen Euro reduziert. Und dies für eine extrem eingeschränkte Luftraumüberwachung mit 15 Eurofightern, aus drei unterschiedlichen Fertigungslinien, Tranche 1 statt 2, darunter sechs gebrauchte, ohne Nachtsichtfähigkeiten", erläutert Haimbuchner.

"Das ist kein Verhandlungserfolg, sondern ein Schildbürgerstreich, der den Steuerzahler belastet und die Sicherheit der Republik gefährdet. Die FPÖ fordert daher erneut den Rücktritt von Verteidigungsminister Darabos", hält Haimbuchner fest und betont weiter, dass nun mit großer Spannung auch der Teil des Berichts erwartet werde, der noch drei Monate im Verteidigungsministerium unter Verschluss liege. Dieser dürfe auch beinhalten, wie hoch der tatsächliche Wert der umfangreichen Verzichtsliste gewesen sei.

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