Bausparverträge: Klassiker mit Spesenärger

"Konsument": Stark gestiegene Kontoführungsgebühren. Interessante Verlängerungsangebote.

Wien (OTS) - Bausparverträge sind für viele Österreicher wie die Butter aufs Brot oder anders gesagt: fixer Bestandteil der Grundausstattung im Finanzhaushalt. Derzeit gibt es rund 5,1 Millionen Ansparverträge - Tendenz steigend. "Konsument" hat die Angebote der vier österreichischen Bausparkassen getestet. Abseits attraktiver Renditen fallen stark gestiegene Kontoführungsgebühren negativ auf.

Getestet wurden aktuelle Angebote der Bausparkassen "ABV", "Raiffeisen", "s-Bausparkasse" und "Wüstenrot". Beginnend mit 1.1.2008 wurden das nach sechs Jahren ersparte Guthaben und der Effektivzinssatz ermittelt. Die Berechnungen ergeben für "Wüstenrot (Dynamisches Bausparen)" mit rund 6.770 Euro das beste Ergebnis, die "s-Bausparkasse (Plus Bausparen)" liegt mit rund 6.711 Euro an letzter Stelle. Die Renditen liegen bei attraktiven 3,6 bis 3,9 Prozent - bei einer monatlichen Zahlung des vollen steuer- und prämienbegünstigten Betrags von 83,34 Euro.

Neben dem Einstiegszinssatz und der durchschnittlichen Verzinsung zählen auch die Kontoführungsgebühren zu Auswahlkriterien für einen Bausparvertrag. Diese sind in der letzten Zeit jedoch stark gestiegen. Spitzenreiter ist die "ABV" mit einem Plus von 33,08 Prozent seit 2000. Die jährliche Gebühr beläuft sich derzeit auf 6,77 Euro pro Jahr. Das drückt besonders bei der Einzahlung geringer Beträge auf die Rendite, denn die Gebühr ist für jedes Ansparkonto gleich. Abstriche gibt es aber auch, wenn der Bausparvertrag vorzeitig gekündigt oder die vertraglich festgelegte Sparrate nicht erreicht wird. "Vor Abschluss eines Vertrages also gut überlegen, ob man sich die Zahlungen über sechs Jahre hinweg auch leisten kann", rät "Konsument"-Finanzexperte Walter Hager.

"s-Bausparkasse" und "Wüstenrot" bieten zudem Bausparverträge mit einem Fixzinstarif von drei Prozent über die gesamte Laufzeit. Beim Relaxtarif der "Raiffeisen" gibt es bei einer einmaligen, anfänglichen Zahlung von 6.000 Euro sogar vier Prozent. "Wichtig ist auch zu wissen, dass der Bausparvertrag nach Ende der Laufzeit nicht automatisch aufgelöst wird, sondern gekündigt werden muss", weiß Hager. Eine Verlängerung des Bausparvertrages kann sich mittlerweile aber durchaus lohnen. So bieten etwa beispielsweise "Wüstenrot" und "Raiffeisen" bei einer Verlängerung um zwei Jahre 4 bzw. 4,125 Prozent.

Weitere Informationen zum Thema Bausparvertrag finden Leser im "Konsument" sowie online auf www.konsument.at.

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Öffentlichkeitsarbeit
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