AK: Wettbewerbsbehörde soll endlich handeln 2

Österreichische KonsumentInnen greifen für Einkauf bei Diksontern tiefer in die Tasche als deutsche

Wien (OTS) - Jetzt ist es schwarz auf weiß: Gleiche Lebens- und Reinigungsmittel kosten bei österreichischen Diskontern um durchschnittlich ein Fünftel mehr als bei deutschen. Der aktuelle AK Test bei Hofer/Aldi Süd, Lidl, Penny und Plus in Wien und Bayern bei 291 gleichen Produkten bestätigt, dass die enorme Teuerung auch hausgemacht ist. "Die Preisdiskriminierung für heimische Konsumenten ist nicht gerechtfertigt", sagt Maria Kubitschek, Leiterin des AK Wirtschaftsbereiches, "damit muss Schluss werden." Die AK fordert einmal mehr von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), dass sie endlich von sich aus tätig wird und ihre gesetzlichen Ermittlungsbefugnisse nutzt. Jetzt sollte die BWB sich die Kalkulationsunterlagen der Handelsketten vorlegen lassen, um die Preisunterschiede objektiv zu untersuchen. Das müsste auch im Interesse des Handels sein, "denn niemand kann derzeit sagen, wo bei den Preisen mitgeschnitten wird", sagt Kubitschek. Zweitens soll ein Wettbewerbs-Monitoring eingerichtet werden, das auch Marktanteile und Preisentwicklungen überwachen soll.

Bisher hat der Wirtschaftsminister nur die Wettbewerbskommission mit der Erstellung eines Gutachtens über die Ursachen und Auswirkungen der aktuellen Teuerung beauftragt. Dieses beratende Gremium ist allerdings rechtlich gar nicht mit den gleichen Befugnissen wie die Behörde ausgestattet, die vom Gesetz her für die Überwachung des Wettbewerbs zuständig ist. Offenbar haben wir ein Wettbewerbsproblem bei den Diskontern im Lebensmittelhandel - das genau zu untersuchen, wäre nunmehr auch Aufgabe der Behörde. Die AK wird die Ergebnisse ihres aktuellen Österreich-Deutschland-Preisvergleichs der Bundeswettbewerbsbehörde übermitteln.

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