- 23.04.2008, 13:35:53
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Lebenshilfe Österreich: Mehr Pflegegeld für Kinder mit intellektueller Behinderung
Lebenssituation von Kinder mit intellektueller Behinderung muss gesetzlich verankert werden
Wien (OTS) - Die Lebenshilfe Österreich begrüßt die angedachte
Erhöhung des Pflegegelds für Kinder mit intellektueller Behinderung.
Die Pflegegeldgesetze sind derzeit ausschließlich auf Erwachsene
ausgerichtet und berücksichtigen in keiner Weise die Lebenssituation
von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen.
Aber gerade Kinder mit intellektueller Behinderung brauchen
zusätzliche Hilfe und Pflege, um sich möglichst gut weiter entwickeln
zu können. "Das Erlernen der einzelnen Fähigkeiten, wie z. B.
Zähneputzen, Suppe löffeln, Schuhe binden, macht den wesentlichen
Zeitaufwand aus. Das fällt bei einem erwachsenen Menschen, der diese
Fähigkeiten entweder schon erworben hat oder rein körperlich nicht
mehr ausüben kann, weg", so Albert Brandstätter,
Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe Österreich.
Kindern und Jugendlichen mit intellektueller Behinderungen können
oft die Folgen ihrer Handlungen nicht begreifen. Das
Verletzungsrisiko ist daher höher als bei Kindern ohne Behinderung.
Auch dieser erhöhte Betreuungsaufwand muss künftig in den
Pflegegeldgesetzen berücksichtigt werden.
Brandstätter: "Nur indem wir Kinder und Jugendliche mit
intellektueller Behinderung gezielt fördern, ermöglichen wir ihnen
als Erwachsene ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben.
Das Pflegegeld ist eine wesentliche Grundvoraussetzung dafür."
Die Lebenshilfe ist die größte Trägerorganisation in Österreich, die
Menschen mit intellektueller Behinderung in ihrem täglichen Leben
begleitet.
Als Interessensvertretung setzt sich die Lebenshilfe Österreich
seit 40 Jahren dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen so
selbständig und selbstbestimmt wie möglich leben können.
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Eva Schrammel
Lebenshilfe Österreich
Tel. 01 812 26 42 79
mailto:schrammel@lebenshilfe.at
www.lebenshilfe.at
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