ARBÖ-Versicherungsvergleich: Überdurchschnittliche Prämienerhöhung für junge Lenker

ARBÖ drängt auf niedrigere Prämien, weil Unfälle seit Reform um 31 Prozent gesunken sind

Wien (OTS) - Die Versicherungsprämien für junge Lenker haben sich heuer um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert, während die Kfz-Versicherungsprämien generell um 2,5 Prozent zulegten. Das geht aus dem aktuellen Kfz-Haftpflichtversicherungsvergleich des ARBÖ hervor. "So eine überdurchschnittliche Teuerung für Führerscheinneulinge ist einfach nicht fair", kritisiert der ARBÖ, zumal die Unfälle von PKW-Lenkern zwischen 18-24 Jahren seit Einführung des Mehrphasenführerscheins um 31 Prozent gesunken sind.

Im Schnitt zahlt eine 18-Jährige für einen drei Jahre alten gebrauchten VW Golf (90 PS, 66kW) eine Versicherungsprämie von durchschnittlich 1156,9 Euro im Jahr, wobei hier die motorbezogene Versicherungssteuer in Höhe von 277,20 schon enthalten ist. Das sind um Schnitt um 5,8 Prozent mehr als noch vor einem Jahr mit 1093,6 Euro.

Wüstenrot und Donauversicherung am günstigsten

Zwischen dem günstigsten und teuersten Angebot liegen Welten, sprich eine Einsparung von 524,37 Euro! Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Unterschied bei "nur" 282 Euro. Die Angebote der Assekuranzen driften immer stärker auseinander, ein Vergleich zahlt sich aus, so der ARBÖ. Am günstigsten schnitt diesmal die Wüstenrot-Versicherung (und ARBÖ-Partner) mit einer Jahresprämie von 821,62 ab. Sie hat ihre Prämien gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent gesenkt. Am teuersten schnitt die Oberösterreichische Versicherung mit einer Prämie von 1345,99 Euro ab, die ihre Prämie in dieser Kategorie gegenüber dem Vorjahr um 19% Prozent erhöht hat.

Online-Versicherungen erst ab 24

Noch günstiger zu haben wären Kfz-Haftpflichtversicherungen bei den Online-Versicherungen Züritel (676,93 Euro) und Wiener Städtische Online (882,08). Weil aber beide Online-Anbieter nur Kunden akzeptieren, die schon 24 Jahre alt sind, kommen die günstigen Online-Anbieter für die meisten Führerscheinneulinge nicht in Frage, bedauert der ARBÖ.

Apropos Versicherungshürden für junge Lenker: Sieben von 13 Versicherungen, die am ARBÖ Verischerungsvergleich von Frühjahr 2008 teilgenommen haben, akzeptieren junge Lenker entweder erst ab einem gewissen Alter, mit Auflagen (schwächerer Motor, bestehende Kundenbindung), verrechnen ihnen höhere Prämien oder führen eigene Risikoprüfungen durch.

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