"Tiroler Tageszeitung" Kommentar: "Wacker braucht Tiroler Asse" (Von FRANK STAUD)

Nach der finanziellen Sanierung muss die sportliche folgen. Dafür braucht es Tiroler Aushängeschilder wie Baur und Kirchler Ausgabe vom 22. April 2008

Innsbruck (OTS) - Wackers endgültiger Abstieg trifft alle Tiroler Fußballtiger mitten ins Herz. Dabei wäre der Klassenerhalt allein mit drei Heimsiegen gegen Altach, Kärnten und Mattersburg ohne größere Probleme zu schaffen gewesen.

Doch nicht einmal dazu war diese Mannschaft in der Lage. Daher ist der Abstieg von Wacker Innsbruck zwar bitter, aber vollkommen gerecht. Glücklicherweise ist durch einen Schulterschluss der Tiroler Landesregierung mit der Tiroler Wirtschaft die finanzielle Sanierung des Traditionsvereins im Winter gelungen.

Der Beirat ermöglichte Sportdirektor und Trainer Helmut Kraft vier Spieler. Kein einziger konnte der Mannschaft helfen. Der Rest der Truppe beweist schon seit mehreren Saisonen, dass die sportliche Qualität fehlt. Ohne Konkurse von Admira und GAK wäre Innsbruck schon lange zweitklassig.

Daher wird keinem einzigen Spieler dieser schwarz-grünen Truppe auch nur eine Träne nachgeweint. Allesamt Durchschnittsspieler, welche sich selbst gnadenlos überschätzen. Es kann kein Zufall sein, dass jene, welche von der Führungsriege um Gerhard Stocker verjagt wurden, in der Fremde reüssieren. Bestes Beispiel ist Alfred Hörtnagl.

Die Zeit der Träumer am Tivoli ist zu Ende. Es braucht eine Wende im sportlichen Bereich. Dazu gehören Tiroler Aushängeschilder wie Michael Baur, Roland Kirchler oder Manfred Linzmaier. Es ist höchste Zeit, dass sich jene, denen der Tiroler Fußball wirklich am Herzen liegt, an einen Tisch setzen und Nägel mit Köpfen machen.

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