LR Scheuch: Arbeitsmarktpolitische Konzeptlosigkeit in der ÖVP

Scheuch: "Bei uns hat jeder Jugendliche eine Chance. In Wien fehlen tausende Lehrplätze"

Klagenfurt (OTS) - Vor wenigen Monaten hat die Bundesregierung den BLUM Bonus - für alle Betriebe die bereits Lehrlinge ausbilden -abgeschafft. Die ÖVP hat sich leider von der SPÖ überreden lassen und einer Verlängerung dieser nachhaltigen wichtigen Lehrlingsförderung abgelehnt.
"Wenn Staatssekretärin Marek nunmehr die Wiedereinführung des BLUM Bonus verlangt ist dies lachhaft, da die ÖVP diesen ja abgeschafft hat", so Scheuch.
Lehrlingsreferent Uwe Scheuch fordere deswegen die Bundesregierung auf, dass weiterhin auch jene Betriebe den BLUM Bonus erhalten, die schon bisher Lehrlinge ausgebildet haben. "Nach dem vorliegenden Papier der Bundesregierung werden genau jene Betriebe bestraft, die schon bisher in die Lehrlingsausbildung investiert haben und es werden absurder weise genau jene belohnt, die sich bisher darum nicht gekümmert haben", so Scheuch.

Kärnten ist in Sachen Lehrlingsausbildung und Qualitätssicherung in der Lehrlingsausbildung das Vorzeigebundesland:

  • Das 1. Bundesland, welches die LEHRE MIT MATURA flächendeckend auch umgesetzt hat.
  • Das Image der Lehre ist in Kärnten wieder wesentlich gestiegen -Facharbeit hat wieder einen Namen. Deshalb entscheiden sich wieder mehr Jugendliche für eine Facharbeiterausbildung durch einen Lehrberuf.
  • 2007 waren in Kärnten mit 9580 Lehrlingen um 920 Lehrlinge mehr als noch vor 4 Jahren in Beschäftigung. Deshalb werden in Kärnten auch wieder mehr Lehrplätze angeboten.
  • In Kärnten wurden im März 461 Lehrstellen angeboten; diesen stehen 354 Lehrplatzsuchende gegenüber.

"Bei uns hat jeder Jugendliche eine Chance. In Wien fehlen tausende Lehrplätze - ein klares Zeichen einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik der Wiener SPÖ", so Scheuch, der auch betont, dass Kärnten auch bei der Arbeitnehmerförderung ein Vorbild für viele andere Bundesländer ist.

"Mit über 12 Mio. Euro fördert das Land Kärnten über 400 % mehr als der Bundesdurchschnitt je Einwohner. Mobiliät aber auch vor allem die Weiterbildung, wie z.B. durch den Bildungsscheck des Landes, sind wichtige Aspekte der Arbeitnehmerförderung.

"2007 haben über 38.000 Kärntnerinnen diese Initiativen des Landes genutzt. Wenn ÖVP Abgeordneter Pirker ein "Bildungskonto" fordert; so ist dies ein "alter Hut" - in Kärnten haben wir den Bildungsscheck längst umgesetzt", erklärt Scheuch.

Wichtig seien laut Scheuch dabei zwei Faktoren: "1. Diese Orientierung sollte in den Bezirken - vor Ort stattfinden; am besten in Kleingruppen, 2. Diese Orientierung sollte ergänzend zu Informationen in den Schulen auch außerhalb in den Betrieben und den Berufsschulkompetenzzentren stattfinden. Beides wird durch die Bezirks-Berufsorientierungstage in Kärnten umgesetzt!"

"Leider hat es bisher noch kein ÖVP Mandatar der Mühe Wert gefunden an eine dieser tollen Veranstaltungen teilzunehmen", so Scheuch weiter.

Die nächste Veranstaltung findet am 30.4.2008 in Klagenfurt statt -mit Kooperation zahlreichen Betrieben. Kärnten hat in Sachen Jugendausbildung viele wichtige Strategien längst umgesetzt - andere Bundesländer müssen diese erst kopieren.
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