Plassnik: "Wirksame Entwicklungszusammenarbeit braucht Vernetzung"

Practitioners' Network for European Development Cooperation tagt unter ADA-Vorsitz am 21. und 22. April in Wien

Wien, 21. April 2008 (OTS) - "Wirksame Entwicklungszusammenarbeit braucht eine intensive Vernetzung. Durch die Abstimmung von Programmen und Plänen sowohl mit Partner- als auch mit anderen Geberländern können wir noch effektiver helfen. Für den Kampf gegen Armut und Hunger sind unsere vereinten Kräfte notwendig", so Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der Jahrestagung des Practitioners' Network for European Development Cooperation. Das Netzwerk tagt heute und morgen unter dem Vorsitz der Austrian Development Agency (ADA) in Wien. VertreterInnen von rund 30 Organisationen aus mehr als 15 EU-Mitgliedsstaaten sowie der OECD und der EU-Kommission diskutieren über die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit und über Wege, sie zu erhöhen.

Österreich gestaltet mit

Die ADA, das Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA), war maßgeblich am Aufbau des Practitioners' Network for European Development Cooperation beteiligt. Die informelle Plattform wurde erstmals im November 2007 in Lissabon präsentiert. Sie dient dem intensiven Austausch, der besseren Koordination sowie der Harmonisierung unter ausführenden Agenturen und Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit.

Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der ADA: "Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hat in den letzten Jahren verstärkt die Zusammenarbeit mit neuen EU-Mitgliedsstaaten gesucht. Auch im Rahmen dieses Netzwerkes können Kooperationen ausgebaut und intensiviert werden. Ich freue mich, dass wir hier eine wichtige Rolle einnehmen und die europäische Entwicklungszusammenarbeit sehr aktiv mitgestalten können."

Praktiker am Zug

Das Netzwerk wird derzeit von fünf europäischen Agenturen und der Europäischen Kommission gesteuert. Unter anderen diskutieren in Wien Jan Cedergren, Leiter der OECD DAC Working Party on Aid Effectiveness, und Luc Bagur von EuropeAid als Vertreter der Europäischen Kommission über inhaltliche Weichenstellungen und konkrete Maßnahmen.

Arbeitsgruppen behandeln Themen wie institutionelle und personelle Entwicklung, Klimawandel, Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Arbeitsteilung sowie Qualitätssicherung. Robert Zeiner, in der ADA für internationale Programme und Projekte verantwortlich, hat intensiv am Aufbau des Netzwerkes mitgearbeitet. Er schätzt vor allem den praxisnahen Zugang: "Politische Grundsätze und Entscheidungen müssen auch tatsächlich zum Leben erweckt und operationalisiert werden. Hier sehe ich eine starke Rolle der so genannten Entwicklungspraktiker, der umsetzenden Agenturen. Mit dem Netzwerk verfolgen wir das Ziel, bereits existierende Kooperationen zu verstärken und neue Möglichkeiten zu überlegen, um den EU-Verhaltenskodex über Arbeitsteilung zu verwirklichen."

Neue EU-Mitgliedsstaaten aktiv

Besonders erfreulich ist, dass viele neue EU-Mitgliedsstaaten Vertreter in das Praktiker-Netzwerk entsenden und damit wichtige Rollen in der europäischen Entwicklungszusammenarbeit besetzen. Die Czech Development Agency wird die nächste Präsidentschaft übernehmen und damit die Jahresversammlung 2009 ausrichten.

Weitere Informationen unter: www.dev-practitioners.eu

Rückfragen & Kontakt:

Informationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Austrian Development Agency
Mag. Heidi Frank
Tel.: +43 (01) 90399-2400
E-Mail: heidi.frank@ada.gv.at
www.ada.gv.at

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