Kdolsky beim informellen EU-Gesundheitsministertreffen: Arbeitsgespräch mit Vassiliou

Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung: Keine finanziellen Nachteile für versorgendes Land - Gleicher Zugang für alle zu medizinischer Leistung

Wien (OTS) - Im Rahmen des informellen EU-Gesundheitsministertreffens in Brdo/Slowenien führte Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky auch ein Arbeitsgespräch mit der neuen EU-Gesundheitskommissarin Androula Vassiliou. Thema war dabei unter anderem die grenzüberschreitende Patientenversorgung. In diesem Zusammenhang hob Kdolsky gegenüber der Kommissarin hervor, dass es zu keinen finanziellen Nachteilen für das jeweils versorgende Land kommen dürfe. Zudem informierte die Gesundheitsministerin EU-Kommissarin Vassiliou darüber, dass Österreich - nach Abschluss der laufenden Gespräche - durch die Implementierung eines umfassenden Nichtraucherschutzes in Gastronomiebetrieben einen weiteren Schritt zu einem rauchfreien Europa unternehmen werde.

Beim informellen Treffen stand auch das Thema Krebsbekämpfung auf der Agenda. Hier wurde seitens aller Teilnehmer die Bedeutung der Prävention und der Früherkennung betont. Gesundheitsministerin Kdolsky ging in diesem Zusammenhang auf die Rolle sogenannter Lifestylefaktoren, wie beispielsweise Bewegungsarmut oder übermäßiger Alkoholkonsum, als Risikofaktoren bei der Entstehung von Krebserkrankungen ein. Hier gebe es im Bereich der Prävention noch "viele weiße Flecken" auf der europäischen Landkarte, die es ehestmöglich unter Aufbringung vereinter Kräfte zu tilgen gelte. Die einzelnen Mitgliedsstaaten könnten durch die Anwendung von Best-practice-Modellen einen wesentlich höheren Mehrwert lukrieren. "Nationale Krebsprogramm müssen besser abgestimmt werden", so die Ministerin, die im Bereich der Brustkrebsbekämpfung auf die in Österreich in vier Bundesländern durchgeführten Mammographie-Screening-Pilotprojekte verwies. Ziel sei ein österreichweites "roll-out" im Jahr 2010, kündigte Kdolsky an.

Hinsichtlich der Versorgung der Patienten in den einzelnen Mitgliedsstaaten herrschte beim informellen Rat deutliche Übereinstimmung, dass hier keine Unterschiede in der medizinischen Versorgung bestehen dürfen. Gesundheitsministerin Kdolsky betonte in diesem Zusammenhang, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung als Selbstverständlichkeit gelten und für jede einzelne Patientin und jeden einzelnen Patienten in der EU gleichermaßen gewährleistet sein müsse. "Es darf keinen Unterschied im Zugang zu medizinischen Leistungen geben. Weder die finanziellen Mittel noch die soziale Herkunft dürfen eine Hürde darstellen, um bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten", so Kdolsky, die als besonders erfreulich wertete, dass unter der slowenischen Ratspräsidentschaft die Patientenrechte wieder verstärkt zum Thema gemacht wurden.

Beim informellen Treffen wurde Gesundheitsministerin Kdolsky auch Lob und Anerkennung für die Arbeit der österreichischen Gesundheitsbehörden im Zusammenhang mit den jüngsten Masern-Erkrankungen ausgesprochen. Zsuzanna Jakab, Direktorin des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), strich im bilateralen Gespräch die gute, exakte und schnelle Arbeit der zuständigen österreichischen Behörden hervor.

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