IGEPHA zu den Sparplänen der Sozialpartner im Gesundheitsbereich Einsparungspotential durch Selbstmedikation

Wien (OTS) - Eine jährliche Einsparung von mehreren Millionen Euro sieht das Papier der Sozialpartner zu einer Reform im Gesundheitsbereich vor. Das Sparpotential liegt für die IGEPHA unter anderem im verantwortungsvollen Bereich der Selbstmedikation mit rezeptfreien Arzneimitteln.

Einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der staatlichen Kosten im Gesundheitswesen könnte die Selbstmedikation leisten, kommentiert Mag. Alfred Grün, Präsident der IGEPHA (Interessensvertretung der österreichischen Selbstmedikationsindustrie), die Sparpläne der Sozialpartner. Durchschnittlich kostet ein in der Apotheke gekauftes Präparat aus dem rezeptfreien OTC Sortiment nur ein Viertel eines rezeptpflichtigen Arzneimittels. OTC Produkte, die sich jahrzehntelang als sicher und effizient erwiesen haben, können somit dazu beitragen, Sozialversicherungssysteme durch verantwortungsvolle Eigenvorsorge zu entlasten. Rezeptfreie Arzneimittel können insbesondere für die Behandlung kleinerer Beschwerden und Missbefindlichkeiten eingesetzt werden. Im internationalen Durchschnitt gehen 15 Prozent der Bevölkerung auch bei geringfügigen Erkrankungen in jedem Fall zum Arzt - auch dann, wenn Symptome erkannt und zugeordnet werden können. "Diese Personen gilt es zu motivieren, mit Unterstützung der Apotheke ihre kleineren Beschwerden und Missbefindlichkeiten selbst zu managen, was letztendlich Kosten einspart", so Grün.

Bestätigt wird das Einsparungspotential von OTC-Produkten von einer Studie*, die 2004 vom AESGP (Europäischer Verband der Selbstmedikations-Industrie) in Auftrag gegeben wurde. Deren Ergebnisse zeigen auf, dass europaweit über 16 Mrd. Euro eingespart werden könnten, wenn nur fünf Prozent der Verschreibungen für sogenannte "Bagatellerkrankungen" - wie Kopfschmerzen, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden - in die verantwortungsvolle Selbstmedikation geführt werden könnten.

"Wir als IGEPHA setzen uns nach wie vor dafür ein, dass in einem verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln die Eigenverantwortung für die Gesundheit gefördert wird und dass das Arzneimittel als besonderes Gut in die Hände qualifizierter Personen gehört, weshalb wir auch sehr intensiv mit der Apothekerschaft kooperieren", erklärt Grün. "Uns ist es wichtig, dass der erhöhte Mehrwertssteuersatz für Arzneimittel fällt, eine weitere Liberalisierung der Rezeptpflicht in Österreich erreicht wird und durch eine verantwortungsvolle Selbstmedikation mit rezeptfreien Arzneimitteln eine Kosteneinsparung im Gesundheitswesen erfolgt."

* Quelle: AESGP - The economic and public health value of self-medication http://www.aesgp.be

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