Grüne Wien zu Karlsplatz: VP-Forderungen "mutlos" und "repressiv"

Cammerlander: Stenzels Pläne für den Karlsplatz unterstützen die Vertreibungspolitik der Wiener SP

Wien (OTS) - Als "mutlos und in manchen Punkten repressiv" bezeichnet die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Heidi Cammerlander, den Forderungskatalog für den Karlsplatz der Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt, Ursula Stenzel. "Ordnungspolitische Maßnahmen wie ein generelles Rauch- und Alkoholverbot sind kein Garant für eine Beruhigung des Karlsplatzes, sondern lediglich ein Indiz dafür, dass die Wiener VP - gemeinsam mit der SP - lediglich an kurzfristigen und EM-tauglichen Verschleierungs- und Vertreibungsaktionen" interessiert sei. "Von nachhaltigen sozialpolitischen Visionen ist hier nichts zu spüren", ergänzt die Sozialsprecherin.

Cammerlander betont, dass ein innovatives sozial- und gesundheitspolitisches Gesamtkonzept für den Karlsplatz nicht nur "überfällig" sei, sondern vor allem Konsumräume für Suchtkranke und ausreichende Aufenthaltsräume für Obdachlose berücksichtigen müsse, da durch diese Einrichtungen in vielen europäischen Städten eine dauerhafte Beruhigung der Probleme erreicht werden konnte.

Die Grünen Wien fordern die Stadtregierung dringend dazu auf, ein innovatives gesundheits- und sozialpolitisches Maßnahmenpaket für den Karlsplatz zu entwickeln, das niemanden ausgrenzt und die Bedürfnisse aller Beteiligten ernst nimmt. "Ich erwarte mir, dass der Wiener Drogenkoordinator Michael Dressel, der an der Arbeitsgrupppe zur Neugestaltung des Karlsplatz beteiligt ist, seine Verantwortung ernst nimmt und sich für Konsumräume, mehr soziale Aufenthaltsräume und mehr SozialarbeiterInnen am Karlsplatz einsetzt", schließt Cammerlander.

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