Kranzl zu Binnenschifffahrt: Bewusstsein für umweltfreundlichen Verkehrsträger steigern

Güterverkehr auf Wasserstraße hat auch wirtschaftliche Vorteile

Wien (SK) - "Es ist uns ein Anliegen, auf die Binnenschifffahrt
als umweltfreundlichen Verkehrsträger aufmerksam zu machen", unterstrich Staatssekretärin Christa Kranzl am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich des Projektstarts von "donau on tour" und "Donau macht Schule". Ziel der Aktionen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Donauschifffahrt sei es, so Kranzl, einerseits in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Leistungsfähigkeit der Wasserstraße zu steigern und andererseits das Thema im Schulunterricht stärker zu verankern. ****

Der Güterverkehr auf der Straße sei im Steigen begriffen, bis 2020 werde mit einer Zunahme um 55 Prozent gerechnet, dies seien "alarmierende Zahlen", unterstrich die für Schifffahrt zuständige Staatssekretärin. Hinsichtlich des steigenden CO2-Ausstoßes sei es ihr daher ein Anliegen, den Güterverkehr auf Wasserstraße und Schiene zu verlagern. Sie zeigte sich überzeugt, dass auch in der Wirtschaft, angesichts des steigenden Verkehrsaufkommens und der immer höheren Energiepreise, das Interesse am Güterverkehr per Schiff steigen werden. Immerhin, so Kranzl, könne ein Schubverband mit 7.000 Nettotonnen Transportkapazität 280 LKW ersetzen, hier lohne sich ein Kostenvergleich.

Beim Donausymposium in Ybbs-Persenbeug habe man das "Ybbser Kommunique" unterzeichnet, um den Verkehr auf den Wasserstaßen aufzuwerten, erläuterte Kranzl. Ein Punkt dabei sei die Modernisierung der Flotte, es werde beispielsweise finanzielle Anreize für Schifffahrtsunternehmen geben, alte Motoren gegen moderne, umweltfreundliche auszutauschen. Bereits führend in Europa sei Österreich bezüglich der Technologie für River Information Systems, unterstrich Kranzl. "Wir wollen dieses System aber auch über Europa hinaus bekannt machen", so Kranzl. Deshalb sei sie sehr erfreut, dass auch in Ägypten Interesse am Donau River Information System gezeigt werde und man vorhabe, das gleiche Modell am Nil zu installieren. Dies komme vor allem der Firma Frequentis zu Gute, man hoffe auf eine Vertragsunterzeichnung mit Ägypten im Herbst, so Kranzl.

Zu den präsentierten Projekten bemerkte Kranzl, dass "donau on tour" dazu diene, die Donauschifffahrt und das Leben im Donauraum im Rahmen einer Ausstellung zu präsentieren. Man habe den früheren Steintransporter Negrelli zu einer schwimmenden Ausstellungsplattform umgestaltet. Dieser werde auf der Donau unterwegs sein, Donauanrainergemeinden hätten die Möglichkeit, das Ausstellungsschiff anzufordern. Kranzl zeigte sich sehr erfreut darüber, dass es von zahlreichen Gemeinden schon Anmeldungen gegeben habe und einige Fixstationen bereits geplant seien. Das zweite Projekt "Donau macht Schule" solle gezielt Schüler zwischen der fünften und zwölften Schulstufe ansprechen, vom Wirtschafts- und Gesellschaftsmuseum würden rund 500 Unterrichtseinheiten in Schulen abgehalten, um das Wissen über die Donauschifffahrt bei den Jugendlichen zu erhöhen. (Schluss) sw

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