OMV wird bei MOL Hauptversammlung Fragen an den MOL Vorstand stellen

Wien (OTS) -

  • MOL Vorstand lehnte berechtigte Beschlussanträge der OMV für die Hauptversammlung ab
  • HV bietet erste Gelegenheit für Aktionäre, den MOL Vorstand direkt zu befragen
  • Jüngste Maßnahmen der MOL stellen inakzeptablen Missbrauch von Gesellschaftsvermögen dar
  • RiskMetrics Group Governance Services übt heftige Kritik an der Corporate Governance der MOL
  • Die Unternehmensstrategie der MOL zerstört Unternehmenswerte

OMV Aktiengesellschaft, Mitteleuropas führender Öl- und Gaskonzern, bestätigt, dass OMV Konzerngesellschaften, die Anteile an der MOL plc. halten, unter der Führung der OMV Clearing and Treasury GmbH ("OMV"), an der MOL Hauptversammlung in Budapest teilnehmen werden. Die Hauptversammlung beginnt am 23. April um 14.00 Uhr im Thermen- und Konferenzhotel Danubius in Budapest. Berechtigte Beschlussanträge der OMV für die Hauptversammlung wurden ignoriert Die OMV, mit 20,2% an der MOL beteiligt, hat als deren größter unabhängiger Aktionär kürzlich von ihrem Recht Gebrauch gemacht, eine Ergänzung der Tagesordnung und die Vorlage mehrerer Beschlussanträgen zur Abstimmung durch die Hauptversammlung zu beantragen (zu finden unter www.omv.com). Der Vorstand der MOL hat die Veröffentlichung der von OMV eingereichten Beschlussanträge abgelehnt und zeigt damit einmal mehr seine völlige Missachtung gegenüber den unabhängigen Aktionären der MOL; und dies trotz der geäußerten Bedenken institutioneller Anleger hinsichtlich der fragwürdigen Praxis, MOL Aktien bei mehreren dem Vorstand "freundlich gesinnten" Drittparteien zu parken. OMV wird voraussichtlich die Rechtmäßigkeit der Art und Weise, wie MOL die Anträge der OMV behandelt hat, hinterfragen. MOL Vorstand muss sich Kritik des größten Aktionärs stellen Die OMV ist der Ansicht, dass in Übereinstimmung mit internationalen Corporate Governance Richtlinien die Hauptversammlung jenes Forum darstellt, bei dem Aktionäre ihre Standpunkte vertreten und Fragen an den Vorstand richten können. Im Rahmen der Hauptversammlung wird die OMV gegenüber dem Vorstand der MOL ihre Kritik darüber zum Ausdruck bringen, dass dieser die Rechte unabhängiger Aktionäre ignoriert und den rechtmäßigen Eigentümern der Gesellschaft die Kontrolle entzieht. Die OMV ist der Meinung, dass das MOL-Management absichtlich Gesellschaftsvermögen eingesetzt hat, um Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen und die Absicht verfolgt, dies auch in absehbarer Zukunft weiterhin zu tun. In Kombination mit einer Unternehmensstrategie, die eindeutig versagt hat, Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen, ist dieses Verhalten in Anbetracht der Unsicherheiten des globalen makroökonomischen Umfelds und insbesondere jenes in Ungarn umso mehr als ungewöhnlich anzusehen. HV bietet die erste Gelegenheit für Aktionäre den Vorstand der MOL direkt zu befragen Die Hauptversammlung der MOL bietet die erste Gelegenheit für die OMV und andere unabhängige MOL-Aktionäre, den Vorstand über jene Themen, die sich im Zusammenhang mit seiner nachhaltigen Ablehnung des von der OMV beabsichtigten Zusammenschlusses von OMV und MOL ergeben, direkt zu befragen. Die Hauptversammlung bietet den Aktionären zudem ein Forum, die Verwendung von eigenen und quasi-eigenen Aktien für Zwecke der Durchführung von Transaktionen mit Drittparteien zu hinterfragen. Da bezüglich derer Unklarheit über ökonomischen Wert, strategische Beziehung und Art und Weise der Stimmrechtsausübung hinsichtlich der diesen Transaktionen zugrunde liegenden Aktien besteht. Jüngste Maßnahmen der MOL stellen einen inakzeptablen Missbrauch von Gesellschaftsmitteln dar Wie bereits erwähnt, kritisiert OMV, dass die Maßnahmen des Vorstands der MOL nicht im Interesse der Aktionäre des Unternehmens sind. Dazu zählt nicht zuletzt der anhaltende Verkauf von eigenen Aktien zu einem erheblich geringeren Preis als jene HUF 32.000 pro Aktie, die OMV bereit wäre in einem öffentlichen Übernahmeangebot zu bieten, wenn zuvor die beiden der Erlangung der Stimmrechtsmehrheit entgegen stehenden Hindernisse, nämlich die staatlich auferlegte Stimmrechtsbeschränkung von 10% und die vom MOL Vorstand kontrollierten Aktien, beseitigt werden. So hat MOL etwa erst kürzlich einen 7%igen Anteil an CEZ sowie einen 8%igen Anteil an die Oman Oil Company verkauft: Maßnahmen, die den Eindruck erwecken, dass der Unternehmenswert der Gesellschaft zerstört wird und die gegen grundlegende Prinzipien einer guten Corporate Governance verstoßen. Die Tatsache, dass MOL weder die Details dieser Transaktionen noch deren strategische Begründung im Hinblick auf ihren wirtschaftlichen Nutzen offen legt, ist Anlass zu großer Skepsis. RiskMetrics Group Governance Services übt heftige Kritik an der Unternehmensführung der MOL Gemäß den Vorgaben der Satzung der MOL wird OMV bei der Ausübung des Fragerechts völlig eigenständig agieren. Ungeachtet dessen möchte OMV auf die erst kürzlich veröffentlichten Empfehlungen der RiskMetrics Group Governance Services hinsichtlich der vom MOL Vorstand zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Anträge hinweisen. RiskMetrics Group empfiehlt den Aktionären gegen eine Vielzahl von Anträgen zu stimmen: Antrag RiskMetrics Group Empfehlung

3. Genehmigung des Aktienrückkaufprogramms´ dagegen 4.1. Wahl von Zsolt Hernádi zum Vorstandsmitglied dagegen 4.2. Wahl von György Mosonyi zum Vorstandsmitglied dagegen 4.5. Wahl von Mulham Basheer Abdullah Al Jarf zum
Vorstandsmitglied dagegen 8.6 Änderung der Satzung dahingehend, dass Beschränkungen hinsichtlich der Größe des Vorstands (Mindestanzahl und Höchstanzahl) entfallen dagegen 8.7 Änderung einzelner Satzungsbestimmungen über die interne Willensbildung dagegen 8.8. Änderung einzelner Satzungsbestimmungen über die
Einberufung der HV für den Fall, dass weniger als neun Vorstandsmitglieder ernannt sind dagegen 9.0 Entlastung des Vorstands dagegen 10.1. Erteilung der Zustimmung durch Inhaber von A Serien
A Aktien zur Herabsetzung des Grundkapitals, wie
unter Punkt 10.2 vorgeschlagen dagegen 10.2. Zustimmung zur Herabsetzung des Grundkapitals mittels Einziehung eigner Aktien dagegen

Source/Quelle: RiskMetrics Group Governance Services Proxy Alert MOL Hungarian Oil & Gas Plc 10 April 2008 Die Unternehmensstrategie der MOL zerstört Aktionärsvermögen Der MOL Vorstand hat es durchwegs abgelehnt, Aktionären auf Schlüsselfragen, die die Corporate Governance betreffen, zu antworten. Stattdessen hat der Vorstand der MOL nichts anderes getan als eine wertvernichtende Strategie zu verfolgen, die sich auch im Aktienkurs des Unternehmens, der seit Sommer 2007 dramatisch gesunken ist, widerspiegelt. Die OMV ist davon überzeugt, dass MOL diese wertvernichtende Strategie gegen das Interesse der Aktionäre des Unternehmens weiter verfolgen wird. OMV ist entschlossen sicherzustellen, dass der MOL-Vorstand nicht länger international anerkannte Corporate Governance Standards ignorieren darf und dass Aktionären wieder das Recht zukommt, über die zukünftige Ausrichtung ihres Unternehmens abzustimmen und sich dabei entsprechend einzubringen. Rückfragehinweis:

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