ÖVP Wien fordert absolutes Alkoholverbot in der Karlsplatzpassage

Wien (VP-Klub) - Der Karlsplatz ist seit Jahrzehnten ein Ärgernis. Die Wiener SPÖ-Alleinregierung hat das Problem ’Karlsplatz’ ebenso jahrzehntelang ignoriert. Weder wurde den Suchtkranken wirklich und nachhaltig geholfen, noch wurde in die dringend notwendige Attraktivierung der Karlsplatz-Passage investiert. Das neue Wachzimmer, das Projekt "Help U" und die soziale Anlaufstelle sind zwar bemühte Versuche - haben das Problem aber nicht nachhaltig gelöst. So lautet die Analyse der Ist-Situation eines der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt durch Susanne Reichard, ÖVP Bezirksvorsteherin der Wieden, Ursula Stenzel, Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt und ÖVP Wien Sicherheitssprecher LAbg. Wolfgang Ulm.

Derzeit bestünde nur wenig Aussicht, die Drogenszene am Karlsplatz in den Griff zu bekommen, betonten Reichard, Stenzel und Ulm in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Die Belästigungen von Geschäftsleuten und Passanten, die ihre persönliche Sicherheit beeinträchtigt sehen, durch suchtkranke Menschen, haben ein Konfliktpotential entstehen lassen, das einer raschen und effektiven Lösung bedarf.

"Wir fordern ein absolutes Alkoholkonsumations- und -verkaufsverbot sowie ein Rauchverbot in der gesamten Passage", so Stenzel. Von heute auf morgen wären diese Forderungen mittels des Erlass einer ortspolizeilichen Verordnung durch die Stadt Wien umsetzbar, ergänzt der VP-Sicherheitssprecher.

Beispiele anderer europäischer Städte hätten gezeigt, dass ein Alkoholverbot zweckmäßig sein kann. Das "Sich betrinken" in der Öffentlichkeit und die darauf folgenden Anpöbelungen würden ein Klima schaffen, welches das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen stark negativ beeinflusse.

Verstärkte polizeiliche Kontrollen

Die ÖVP Wien begrüße, so Ulm, die Ankündigung der Bundespolizeidirektion Wien, ab dem heutigen Montag verstärkte Kontrollen im Bereich Karlsplatz durchzuführen. Unterstützt werden könnte sie bei dieser Aufgabe von einer Stadtwache, die gerade im Bereich der Prävention und der ständigen Kontrolle wertvolle Arbeit leisten würde, erneuerte Sicherheitssprecher Ulm die langjährige Forderung der ÖVP Wien.

Videoüberwachung

Um die Sicherheit am Karlsplatz zu erhöhen, müsse zudem die Videoüberwachung ausgebaut werden. Vor allem muss aber auch die Möglichkeit bestehen, Aufzeichnungen zu machen. Dies würde nicht nur der Aufklärungsrate zu Gute kommen, sondern auch präventiv wirken.

Attraktivierung der Passage

Die Attraktivierung der Karlsplatzpassage, die nunmehr in Angriff genommen und 2011 abgeschlossen sein soll, sei zwar zu begrüßen, so Stenzel, parallel dazu müssen aber von der SP-Stadtregierung sozialpolitische Lösungen erarbeitet werden. Stenzel: "Eine schöne Passage allein löst keine Sozialprobleme."

Euro 08 - Karlsplatz als Nadelöhr

Auch in Bezug auf die bevorstehende Euro 08 müsse es dringend Verbesserungen in diesem Bereich geben. "Bis zu 200.000 Menschen frequentieren täglich den Karlsplatz. Wie weit eine erhebliche Mehrbelastung während der EM 08 durch die jetzt oft schon ausgelastete Station und Passage problemlos erfolgen kann, muss klargelegt werden. Bis zu Beginn der EM muss sich die Stadt hier noch eine Lösung überlegen", so die Forderung der Wiedner Bezirksvorsteherin Reichard.

Besucher der Fanzone werden über den Karlsplatz von und zur Innenstadt strömen oder die U-Bahn zum Stadion verwenden. Ob Rolltreppen, Durchgänge oder Linienintervalle ausreichen werden, erscheine fraglich. Darüber hinaus müsse eine reibungslose Nutzung der U-Bahnen durch die tag-täglichen Passagiere am Karlsplatz, insbesondere durch die Kinder der evangelischen Schulen und die StudentInnen der TU, gewährleistet bleiben.

"Seit Jahren ist klar, dass während der EM mehr Passagiere die U-Bahn beanspruchen werden. Wieso hat man dann nicht früher neue Garnituren in Dienst gestellt und für verdichtete Intervalle gesorgt? Warum wurde die Generalsanierung der Station Karlsplatz nicht früher angegangen? Es zeigt sich einmal mehr, dass es bei der SP-Stadtregierung an politische Koordination und Führung fehlt", so die Wiedner Bezirksvorsteherin Reichard.

"Die laissez-faire Politik der SPÖ muss ein Ende haben. Ein Karlsplatz, wie er sich derzeit präsentiert, ist einer Stadt wie Wien unwürdig. Fangen wir jetzt an zu handeln und lassen die Zeit bis 2011 nicht ungenutzt. Die Wienerinnen und Wiener, die zahlreichen Pendler aber auch die EM-Besucher werden es danken", so Reichard, Stenzel und Ulm abschließend.

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