Glawischnig zu Ölknappheit: Alarmrufe verhallen ungehört bei Österreichs Regierung

Österreichische Wirtschaft und BürgerInnen vom Öltropf lösen

Wien (OTS) - "Die Alarmrufe von Fatih Birol, Chefökonom der Weltenergiebehörde IEA, dürfen nicht ungehört verhallen. Die drohende Erdölknappheit und die daraus resultierende Preisexplosion betrifft Österreich besonders stark", warnt die Grüne Vizechefin Eva Glawischnig. Die heimische Wirtschaft sei zu 80 Prozent von fossiler Energie abhängig. Die ÖsterreicherInnen müssten ebenso vom immer teurer werdenden Öltropf losgelöst werden. "Wie der Zweite Klimagipfel der Bundesregierung gezeigt hat, sind wir von wirkungsvollen Maßnahmen nach wie vor weit entfernt. Schuldeingeständnisse von Kanzler und Umweltminister helfen keinem Einzigen aus der Ölpreisfalle, sparen kein einziges Gramm CO2", betont Glawischnig. Wie auch IEA-Experte Birol mahnt, müsse die Energieeffizienz, also die sparsame Nutzung der Ressourcen, staatlich gefördert werden. Zudem beklage Birol, dass in den westlichen Staaten zu wenig auf Alternativenergie umgesattelt werde. "Hören Sie gut zu, Herr Minister Bartenstein. Ein brauchbares Ökostromgesetz wäre höchst an der Zeit!", fordert Glawischnig. Ein solches Gesetz nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare Energien-Gesetz sei unabdingbar, um schnellstmöglich in die Zukunft von 100 Prozent Erneuerbare Energiequellen einzusteigen. "Dazu muss es Energiesparberatung und Umstiegsförderung beim Heizen für jeden geben. In den nächsten zehn Jahren darf einfach niemand mehr mit Öl heizen", fordert die Grüne. Überdies verlangt Glawischnig finanzielle Anreize für die BürgerInnen, auf sparsame Autos umzusteigen, und eine gehörige Geldspritze für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. "Politikerinnen und Politiker sollten daran gemessen werden, was sie tun. Unsere Bundesregierung zieht es bisher vor, daran gemessen zu werden, was sie nicht tut. Die Verantwortung für die negativen sozialen Auswirkungen müssen SPÖ und ÖVP dafür dennoch übernehmen."

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