Weinzinger zu Steuerreformkommission: Steuerzahler von kalter Progression befreien

FPÖ für Familiensteuersplitting - Haushaltsnahe Dienstleistungen als Sonderausgaben berücksichtigen

Wien (OTS) - Heute tagt erstmals die Steuerreformkommission. Der FPÖ-Finanzsprecher, NAbg. Lutz Weinzinger sprach sich dafür aus, "dass die Steuerzahler von der kalten Progression befreit werden müssen." Zudem stehe die FPÖ für das Familiensteuersplitting und fordert die Berücksichtigung von haushaltsnahen Dienstleistungen als Sonderausgaben.

Es müsse, betonte Weinzinger, im Rahmen einer Steuerreform auch die Möglichkeit genutzt werden, die kalte Progression als schleichende und auf Dauer erhebliche Belastung aller Einkommenssteuerpflichtigen zu unterbinden. "Daher ist es notwendig, eine Inflationsanpassung der Steuerstufen bei der Ermittlung der jährlichen Einkommensbemessungsgrundlage vorzusehen."

"Die Familie muss als Wirtschaftsgemeinschaft durch Einführung eines Familiensteuersplittings-Modells bewertet werden", ist Weinzinger davon überzeugt, dass dies ein notwendiger Schritt zur Stärkung der Familien ist.
Die Kaufkraft der Familien werde gesteigert und befreie aus der unterschiedlichen und ungerechten fiskalischen Behandlung von Familieneinkünften.

Des Weiteren fordere die FPÖ die Berücksichtigung von haushaltsnahen Dienstleistungen als Sonderausgaben. "Um die Schwarzarbeit zu bekämpfen und neue Arbeitsplätze zu schaffen, sollen Ausgaben für bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen - zum Beispiel Gartenarbeiten, Reinigung, Kinderbetreuung, Reparaturen am Haus, Handwerksarbeiten etc. - berücksichtigt und somit für viele Bürger in unserem Land leistbar werden", verweist Weinzinger darauf, dass dies zudem einen zusätzlichen Anreiz geben würde, haushaltsnahe Dienstleistungen mittels Dienstleistungsscheck zu bezahlen. "Der Nachweis einer offiziellen Beschäftigung wäre hier gewährleistet." Dazu komme, dass bei allen anderen, nicht vom Dienstleistungsscheck umfassten Tätigkeiten - zum Beispiel Handwerks- und Reparaturarbeiten - die Absetzbarkeit darüber hinaus einen Anreiz zur offiziellen Beschäftigung darstellt, die der Schattenwirtschaft vorbeugt.

"Die daraus resultierenden Kosten müssen in Folge einer volkswirtschaftlichen Gesamtrentabilität, d.h. also weniger Ausgaben für Sozialleistungen, Steuermehreinnahmen, Eindämmung der Schwarzarbeit, zusätzliche Einnahmen für Sozialversicherungen etc. betrachtet werden", schloss Weinzinger.

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