Weinzinger: Familien durch Familiensteuersplitting nachhaltig entlasten

"Steigert Kaufkraft der Familien und befreit sie aus der ungerechten und unterschiedlichen fiskalischen Behandlung von Familieneinkünften"

Wien (OTS) - FPÖ-Finanzsprecher, NAbg. Lutz Weinzinger, Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, erneuerte heute die Forderung der FPÖ nach Einführung des Familiensteuersplitting-Modells, "um die Familien nachhaltig zu entlasten. Wir bekennen uns zur Abkehr von der Individualbesteuerung hin zum von uns bereits schon lange eingeforderten Familiensteuersplitting. Dieses Modell steigert die Kaufkraft von Familien und befreit sie aus der ungerechten und unterschiedlichen fiskalischen Behandlung von Familieneinkünften." Weinzinger verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass dieses wichtige Modell zur Unterstützung der Familien in Frankreich bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

Neben dem Partner werden beim Familiensteuersplitting auch die unterhaltsberechtigen, nicht volljährigen und im gleichen Haushalt lebenden Kinder zur Berechnung der Steuerbemessungsgrundlage herangezogen. "Das kumulierte Einkommen des gesamten Haushaltes wird auf die Anzahl der Köpfe im Haushalt verteilt. Der gewichtete Berechnungsfaktor für die Eltern liegt bei 1, für die ersten beiden Kinder bei 0,5 und ab dem dritten Kind bei 1. Erst dann wird die Lohn- bzw. Einkommenssteuer der einzelnen Personen berechnet", erläuterte Weinzinger.

Zudem werde dabei sichergestellt, dass in jedem Fall das Existenzminimum der Familie steuerfrei bleibt. "Eine mittelständische Familie mit vier Kindern soll dadurch de facto völlig von der Steuerleistung befreit werden", nannte der FP-Finanzsprecher als Ziel. Der Übergang zu einer solchen gerechten Berücksichtigung der Familiengröße bei der Lohn- und Einkommensteuer würde bei Beibehaltung des jetzigen Steuertarifs für Einzelpersonen zu einer Verminderung des Lohnsteueraufkommens von etwa 17 Prozent - das sind 3 Milliarden Euro - führen. "Als Auswirkung einer solchen Steuerreform würde sich die Lohn- und Einkommensteuer von Familien mit zwei oder mehr Kindern im Durchschnitt um etwa 50 Prozent vermindern", nannte Weinzinger konkrete Zahlen.

Der FPÖ-Finanzsprecher verwies abschließend darauf, "dass die Kosten für diese Reform aufgebracht werden können. Aber nur dann, wenn die nächste dringend notwendige Lohnsteuersenkung nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolgt, sondern gezielt zur Beendigung der heutigen Diskriminierung der Familien verwendet wird. Es muss uns klar sein, wenn wir nicht unsere Familien stärken und damit die Bereitschaft für Kinder, wird unsere Kultur untergehen."

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