Familiensplitting: Kinderfreunde warnen vor Umverteilung nach oben

Kinderfreunde-Vorsitzender Ackerl für Gratiskindergarten ab dem zweiten Lebensjahr

Wien (SK) - Die Kinderfreunde lehnen das "sozial extrem ungerechte Modell" Familiensplitting ab. Sie halten es für unverständlich, dass sich ÖVP-Chef Molterer von den guten Argumenten, die ja auch von der Wirtschaft oder etwa dem katholischen Familienverband kommen, nicht davon abbringen lasse. Denn würde vom Abrücken von der Individualbesteuerung würde nur die Gruppe der Alleinverdiener mit hohem Einkommen profitieren, argumentiert OÖ-Landesrat Josef Ackerl, der Bundesvorsitzende der Kinderfreunde. ****

"Wir treten dafür ein, dass die Bundesregierung stattdessen in ein besseres elementares Bildungssystem investiert. Ein Gratiskindergarten ab dem zweiten Lebensjahr ist sozial gerecht und schafft für Kinder aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen bessere Bildungschancen", so Ackerl.

Die Kinderfreunde lehnen als größte Familienorganisation des Landes die Molterer-Vorschläge ab. Im Rahmen der Steuerreform werde allenfalls eine Erhöhung der Kinderbeihilfe für sinnvoll erachtet. Die entscheidende Frage wird aber sein, ob eine Entlastung der Familien durch den Wegfall der Kosten für die Elementarbildung gelingt.

Die Kinderfreunde fordern daher einen Rechtsanspruch auf einen Gratiskindergartenplatz ab dem 2. Lebensjahr, ein bundesweit einheitliches Rahmengesetz für die Elementarbildung und eine Reform der Ausbildung der ElementarpädagogInnen (Hochschulausbilung).

"95 Prozent der Eltern brauchen kein Familiensplitting, das nur wenigen, reichen Familien hilft, sondern einen Gratiskindergartenplatz mit gesundem Mittagessen und gut ausgebildete PädagogInnen, die sich liebevoll um die Bildung und Betreuung der Kinder kümmern", schließt Ackerl.

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