Mölzer: Türkei soll ohne Wenn und Aber aufgenommen werden - EU-Erweiterungswahn nimmt pathologische Züge an

Völlig unverständlich, dass Erweiterungskommissar Rehn in Zeitungsinterview für Erdogans Islamisten Partei ergreift

Wien (OTS) - Ungeachtet aller Bedenken arbeite die EU eifrigst daran, die Türkei ohne Wenn und Aber aufzunehmen, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer zu einem Interview von Erweiterungskommissar in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Welt". "Die vielgepriesenen Reformen der Regierung Erdogan beschränken sich auf Ankündigungen, religiöse und ethnische Minderheiten sind im Alltag einer Vielzahl von Diskriminierungen ausgesetzt und immer wieder setzt Ankara Akte militärischer Aggression gegen den Nordirak. Und für das alles soll die Türkei im Juni mit der Eröffnung von zwei weiteren Verhandlungskapiteln belohnt werden", kritisierte Mölzer, der auch Mitglied der Türkei-Delegation des Europäischen Parlaments ist.

Als völlig unverständlich und in keiner Weise nachvollziehbar bezeichnete der freiheitliche EU-Mandatar den Umstand, dass die EU-Kommission bzw. Rehn für die islamistische AK-Partei von Premier Erdogan Partei ergreife. "Dass die AKP eine Islamisierung der Türkei betreibt, scheint Brüssel völlig egal zu sein. Statt dessen greifen die EU-Erweiterungsfanatiker die Laizisten an, welche die AKP verbieten wollen, und mischen so auf eine durch nichts zu rechtfertigende Art und Weise in die inneren Angelegen der Türkei ein", stellte Mölzer fest.

Weiters zeige Rehns Aussage, die Grenzen der EU dürften nicht durch einen Strich auf der Landkarte gezogen werden, welch geradezu pathologische Ausmaße der Brüsseler Erweiterungswahn bereits angenommen habe: "Die Erweiterung um kulturfremde, außereuropäische Staaten ist offenbar das große Ziel der EU-Polit-Nomenklatura. Damit wird der Willen der Bürger quer durch Europa missachtet, die in einem Verbund freier Staaten, die kulturhistorisch im Abendland verwurzelt sind, leben wollen", betonte Mölzer.

Abschließend forderte der freiheitliche Europaparlamentarier angesichts der nicht vorhandenen EU-Reife der Türkei den sofortigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen: "Das bedeutet nicht, dass man Ankara die Tür zuschlägt. Vielmehr sollten als Alternative zu einem Beitritt mit den Türken Gespräche über eine privilegierte Partnerschaft aufgenommen werden", schloss Mölzer.

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