HAUBNER: BZÖ-Pflege-Vorsorgekonzept rasch umsetzen

Erhöhung Pflegegeld, Pflegescheck, Pflegeberuf als Lehrberuf, Pflegefonds und Vernetzung der Information müssen rasch umgesetzt werden

Wien 2008-04-21 (OTS) - BZÖ-Sozialsprecherin NAbg. Ursula Haubner fordert die rasche Umsetzung des BZÖ-Pflege-Vorsorgekonzeptes. SPÖ-Sozialminister Buchinger habe außer leeren Ankündigungen bisher nichts zustande gebracht. Ein Gesamtmodell sei in weite Ferne gerückt, weder sei die Finanzierung geklärt, noch gebe es einen bundeseinheitlichen Pflegeplan. "Pflege und Betreuung im Alter oder bei Behinderung sind kein individuelles Risiko, sondern erfordern ein solidarisches System". Haubner erinnerte daran, dass das Pflegegeld zuletzt 2005 erhöht worden ist und verlangte gerade angesichts der Rekordinflation eine deutliche Erhöhung des Pflegegeldes und anschließend eine gesetzlich fixierte jährliche Wertsicherung.

Das BZÖ-Pflege-Vorsorgekonzept umfasst folgende Punkte:

1. Erhöhung des Pflegegeldes und laufende Valorisierung:
Das Pflegegeld wurde seit dem Amtsantritt der rot-schwarzen Bundesregierung trotz gegenteiliger Versprechungen im Wahlkampf nicht mehr erhöht. Das BZÖ fordert daher eine sofortige Erhöhung um mindestens 10 Prozent sowie eine jährliche Valorisierung.
2. Pflegescheck:
Das Pflegegeld ist durch einen zweckgebundenen Pflegescheck zusätzlich zu erweitern. Dadurch sollen pflegende Angehörige entlastet werden.
3. Pflegeberuf als Lehrberuf:
Durch die Schaffung neuer Lehrberufe sollen mittelfristig gut ausgebildete heimische Fachkräfte für die Pflege und Betreuung zur Verfügung stehen.
4. Finanzierung der Pflege aus einer Hand durch Einrichtung eines Pflegefonds:
Die Finanzierung der Pflege soll aus einer Hand erfolgen. Zu diesem Zweck soll ein Pflegefonds eingerichtet werden. Eine 2-Klassen-Pflege soll dadurch verhindert werden.
5. Gesamtpflegekonzept und Gesundheitsreform:
Mit der Umsetzung eines Gesamtpflegekonzepts soll auch die Reform des Gesundheitssystems einhergehen. Pflege und medizinische Versorgung müssen zusammengeführt werden.

"Pflege- und betreuungsbedürftige Menschen sind keine Bittsteller, sondern haben Anspruch, selbstbestimmt und bestens umsorgt und mit höchstmöglicher Lebensqualität alt zu werden. Die Regierung ist hier säumig und was bisher geleistet wurde, lässt leider wenig erwarten. Ich fordere daher die Regierungsparteien auf, das BZÖ-Pflege-Vorsorgekonzept rasch umzusetzen", so Haubner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0001