Rudas: Anliegen der jungen Menschen dürfen nicht überhört werden!

Mit Antritt der SPÖ-geführten Regierung neues Selbstverständnis in der Jugendpolitik

Wien (SK) - "Die Frage der heutigen Veranstaltung ist leider nicht einfach mit einem schlichten Nein zu beantworten", betonte SPÖ-Kinder - und Jugendsprecherin Laura Rudas am Dienstag in ihren Eröffnungsworten zur Enquete "Jugend, das fünfte Rad am Wagen?", organisiert von der Österreichischen Gewerkschaftsjugend. "Die Anliegen der jungen Menschen werden von manchen oft überhört. Dagegen müssen wir weiterhin ankämpfen", so Rudas weiter. Jedoch habe sich in letzter Zeit einiges zum Besseren gewandt. Maßnahmen wie die erfolgreiche Senkung der Jugendarbeitslosigkeit und die Einführung der Ausbildungsgarantie würden zeigen, dass es "ein neues Selbstverständnis in der Jugendpolitik gibt". ****

Rudas kritisierte in ihrer Rede, dass junge Menschen oft als "komasaufende Rowdys" dargestellt werden, die sie aber keineswegs sind. Zudem gebe es weit wichtigere Themen, die die Jugendlichen betreffen, so die Abgeordnete. "Lasst uns darüber reden, warum die Schere zwischen Jugendlichen mit guten Aufstiegschancen und jenen, die berechtigte Zukunftsängste haben, immer größer wird", unterstrich Rudas. Auch stünden Kinder und Jugendliche heute unter größerem Leistungsdruck als früher, schon Zehnjährige werden in der Schule selektiert, viele Sechzehnjährige mit nicht idealem Notendurchschnitt würden keinen Arbeitsplatz finden und es werde immer schwieriger, eine altersgerechte Kindheit und Jugend zu verleben.

"Reden wir über gerechte Chancenverteilung statt über Komasaufen, reden wir über die Verteilung zwischen reich und arm, statt uns einen künstlichen Generationenkonflikt einreden zu lassen", bemerkte Rudas. All diese Themen müssten ausdiskutiert werden, hier müsse auch die Politik in die Pflicht genommen werden, "denn, wenn die Politik sich verweigert, werden sich auch die Jugendlichen verweigern". Auch dürfe man keinesfalls zulassen, dass die Debatte um die Anliegen der Jugendlichen "entpolitisiert" werde.

Natürlich gebe es Verbesserungen im Bereich der Jugendpolitik. Es bleibe aber noch viel zu tun, damit junge Menschen in allen Belangen, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, nicht mehr "das fünftes Rad am Wagen" sind. (Schluss) sw

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