Kaltenegger: BOKU schwächt ureigenste Kernkompetenz

Unverständnis über Zusammenlegung von Studien

Wien (OTS) - Die aktuelle Diskussion über eine Zusammenlegung der Kernstudien an der Universität für Bodenkultur ist für Bauernbunddirektor Fritz Kaltenegger absolut unverständlich. So sollen die Studien der Landwirtschaft, Forstwirtschaft sowie Önologie zu einem Bachelorstudium "Nachhaltige Landnutzungssysteme" zusammengefasst werden. "Mit diesem Vorschlag schwächt die BOKU ihre ureigenste Kernkompetenz", meint Kaltenegger kopfschüttelnd und ist mehr als nur irritiert über diesen Vorschlag. Nur eine differenzierte Ausbildung könne den vielfältigen Ansprüchen in der Land- und Forstwirtschaft gerecht werden. Der Agrarsektor sichere im vor- und nachgelagerten Bereich 530.000 Arbeitsplätze in Österreich. Als fragwürdiges Signal bezeichnet es der Bauernbunddirektor daher "wenn die BOKU ihre Kernstudien beschneidet und damit das Bildungsniveau in einem für die gesamte Bevölkerung so wichtigen Sektor senkt".

"Gerade in einer Zeit, in der die Themen Ernährungssicherheit und nachwachsende Rohstoffe immer mehr an Bedeutung gewinnen, wäre es an der Zeit, offensiv über die Zukunft nachzudenken. Gerade das ist die Aufgabe von Forschung und Lehre", so Kaltenegger. Völlig unverständlich ist für ihn auch, dass dieser Vorschlag ohne Einbeziehung der Fachbereichsvertreter und Betroffenen an der BOKU erstellt wurde. "Ich teile die Befürchtung der betroffenen Studienrichtungen, denn anscheinend gilt auf der BOKU Bildung nicht mehr als höchstes Gut", zeigt sich der Bauernbunddirektor verwundert und fordert die neue Rektorin Ingela Bruner auf, sich in diesem Zusammenhang klar von diesen Vorschlägen zu distanzieren.
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