Bartenstein präsentiert 100 Millionen Euro Paket für Osttirol

Wirtschaftsminister und Tirols Landeshauptmann stellen Beschäftigungsinitiative vor

Lienz (BMWA/OTS) - Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit startete das Land Tirol heute eine neue Beschäftigungs- und Wachstumsoffensive für Osttirol. Diese Initiative ist das Ergebnis von monatelangen Verhandlungen in Brüssel sowie intensiven Gesprächen zwischen Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein und Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa, damit Osttirol bis zum Jahr 2012 weiterhin Sonderfördergebiet der EU bleiben kann.

"Mehr als 100 Millionen Euro für Wachstum und Beschäftigung in Osttirol" sagte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Präsentation dieser Maßnahmen mit Landeshauptmann Herwig van Staa und Wirtschaftslandesrat Hannes Bodner.

"Mit Hilfe von Förderungen aus EU-, Bundes- und Landesmitteln -wie beispielsweise dem Impulspaket 2005/2006 - konnte die Region in den letzten Jahren stark aufholen. Es besteht trotzdem noch der Bedarf einer gezielten Förderung, die auf die Bedürfnisse der Region abgestimmt ist. Mit der Beschäftigungs- und Wachstumsoffensive für Osttirol sollen bis Ende 2012 die positive Entwicklung weiter unterstützt und nachhaltige Wirtschaftsimpulse gesetzt werden", so Landeshauptmann Herwig van Staa und Wirtschaftslandesrat Hannes Bodner. Sie bedankten sich auch bei Minister Bartenstein für die Unterstützung dieser wichtigen Maßnahmen für Osttirol.

"Ziel der Initiative ist in erster Linie die Sicherung der Beschäftigung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Osttirol. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Investitionsmaßnahmen von kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen. Dieser Gruppe von Unternehmen sollen dadurch neue Anreize für Betriebsansiedlungen, Betriebserweiterungen und Produkt- und Verfahrensinnovationen geboten werden, die zu einer weiteren Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Osttirol führen sollen", beschreibt Wirtschaftsminister Bartenstein die Zielsetzung dieses Förderpakets. Er erwartet sich dadurch rund 1500 neue Arbeitsplätze in den nächsten fünf Jahren.

Fördersumme: 21 Millionen Euro. jährlich

"Jährlich stehen für diese Förderinitiative ca. 21 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung setzt sich aus Zweckzuschüssen, zinsgünstigen Darlehen und Haftungen zusammen. Das Land Tirol fördert auf Basis bestehender Richtlinien wie Impulspaket Tirol und Tiroler Kleinunternehmensförderung und vergibt zinsgünstige Darlehen aus dem Tiroler Wirtschaftsförderungsfonds, die für Jungunternehmer sogar zinslos zur Verfügung gestellt werden", sagte Landeshauptmann van Staa bei der Pressekonferenz.

Die Förderungen des Bundes kommen aus der unternehmensbezogenen Arbeitsmarktförderung (Zuschüsse) sowie aus dem ERP-Fonds (Kredite und Haftungen). Begleitet wird das Förderpaket von gezielten Service-und Informationsaktivitäten. "Die Austria Wirtschaftsservice Gmbh (aws) und das Land Tirol werden die Osttiroler Unternehmen spezifisch beraten und den für das jeweilige Projekt optimalen Fördermix finden. Außerdem wird auf eine effiziente Abwicklung der Förderungen Wert gelegt." so Wirtschaftsminister Bartenstein.

"Anträge stellen können Unternehmen des produzierenden Sektors und des produktionsnahen Dienstleistungssektors, die Projekte wie Betriebsansiedlungen, Betriebserweiterungen und Produkt- und Verfahrensinnovationen planen und ihren Sitz in Osttirol haben. In Ausnahmefällen können auch Projekte im touristischen Bereich unterstützt werden", erläuterte der Tiroler Wirtschaftslandesrat Bodner.

Die Förderung kann je nach Größe des Unternehmens zwischen 15% und max. 25% der förderbaren Kosten betragen. Die erhöhten Fördersätze können kleinen und mittleren Unternehmen gewährt werden.

Regelmäßige Informationsveranstaltungen in Osttirol und eine umfassende Förderungsberatung sind außerdem Teil dieser neuen Initiative. Auskünfte zu den Förderungsmöglichkeiten erhalten Sie beim Sachgebiet Wirtschaftsförderung / Abteilung Wirtschaft und Arbeit beim Amt der Tiroler Landesregierung entweder telefonisch unter 0512/508/3217 oder im Internet unter www.tirol.gv.at/wirtschaftsfoerderung

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