Hauser, Neubauer: ÖVP-Süd-Tirol-Politik ist Spiegelfechterei der Ahnungslosen

Wien (OTS) - "Belustigung wäre angebracht, handelte es sich im ein weniger sensibles Thema", meint der freiheitliche Süd-Tirol-Sprecher und Tiroler Landesparteiobmann NAbg Gerald Hauser zur heutigen Presseaussendung des ÖVP-Süd-Tirol-S NAbg Hermann Gahr. "Angesichts der Ausführungen Gahrs sind aber wohl eher Verwunderung, wenn nicht Bestürzung angebracht."

Schon der Titel zeuge von einem wenig seriösen Zugang, befindet Hauser. Die österreichische Süd-Tirol-Politik hat nicht auf eine neue italienische Regierung zu warten, um aktiv werden oder neue Initiativen setzen zu können. Ganz im Gegenteil ist ein konsequenter, kontinuierlicher Weg zu verfolgen. "Unsere Ziele sind klar definiert und nicht vom Ausgang eines italienischen Urnengangs abhängig."

Gleichfalls betroffen zeigt sich der stellvertretende Obmann des Süd-Tirol-Unterausschusses, FPÖ-NAbg Werner Neubauer. "Herr Gahr spricht davon, die Süd-Tiroler Anliegen in Rom massiv einzufordern und leitet aus dem Wahlergebnis einen >Auftrag< ab. Ich frage mich, was oder wer ihn bis heute daran gehindert hat, genau das zu tun. Vermutlich die völlig realitätsferne Haltung seiner eigenen Parteikollegen, wie Andreas Khol oder Landeshauptmann van Staa, die in der gemeinsamen Mitgliedschaft Österreichs und Italiens in der EU bereits die Wiederherstellung der Tiroler Landeseinheit sehen."

Worthülsen und Stehsätze seien alles, was die ÖVP-Süd-Tirol-Politik auszeichne, führt Neubauer weiter aus. Ihre völlige Ahnungslosigkeit zeige sich an Aussagen wie jener zu den Orts- und Flurnamen, einem Bereich, den der SVP-repräsentierte Südtiroler Landtag an die Gemeinden abgetreten habe, was Herrn Gahr und Kollegen aber entgangen sein dürfte. "Parallel zur SVP entfernt sich auch die ÖVP immer weiter von einer substantiellen Süd-Tirol-Politik", so Neubauer. "Die SVP ist für ihre Flucht in unverbindliche Gemeinposten und Beliebigkeit vom Wähler bestraft worden. Der ÖVP steht bei der kommenden Nord-Tiroler Landtagswahl ähnliches bevor."

"Seine einzige konkrete Forderung, die nach Verankerung der österreichischen Schutzmachtfunktion in der Verfassung, hat Hermann Gahr aus einem FPÖ-Antrag, dem er in Folge sicherlich nähertreten und zustimmen wird", meint Gerald Hauser, um abschließend festzuhalten:
"Die ÖVP will die Verbindung von Süd-, Nord- und Osttirol durch >Schulpartnerschaften< herstellen. Diesen infantilen Vorschlag greife ich gerne auf, um Herrn Gahr und der ÖVP meinerseits eine Schulpartnerschaft anzubieten: nehmen sie bei der FPÖ Nachhilfe in Süd-Tirol-Fragen, um künftig etwas fundierter an die Thematik herangehen zu können. Gott bewahre uns vor weiteren Schulprojekten, wie der von der SVP ermöglichten italienischen Universität in Bozen."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0008