Silhavy: Schulprojekte bieten praxisnahen Zugang zu E-Government

Staatssekretärin Heidrun Silhavy bei Übungsfirmenmesse im Wiener Rathaus

Wien (OTS) - Staatssekretärin Heidrun Silhavy sprach heute bei der Eröffnung der "Übungsfirmenmesse Wien 2008" im Wiener Rathaus und nahm gemeinsam mit der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl an einem Messerundgang teil. Silhavy ging in ihrer Eröffnungsrede besonders auf aktuelle Projekte zur Vermittlung von E-Government in Schulen ein. "Gerade bei den Übungsfirmen können viele Anwendungen des E-Government von den Schülerinnen und Schülern in der Praxis getestet werden", so die Staatssekretärin.

An der heurigen Übungsfirmenmesse im Wiener Rathaus beteiligen sich knapp sechzig Übungsfirmen aus dem In- und Ausland. Die Schulen werden dabei von realen Unternehmen und Institutionen unterstützt. Auf der Messe haben sie die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Die Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, Heidrun Silhavy, zeigte sich vom Angebot der Messestände beeindruckt: "Die Übungsfirmenmesse ist eine einmalige Gelegenheit für junge Menschen, einen ersten Teststart ins Berufsleben zu unternehmen". Sie freue sich, dass auch das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur mit einem gemeinsamen Stand vertreten sind.

Österreich könne man im Bereich des E-Government als "Europameister" bezeichnen: "Schon zum zweiten Mal in Folge haben wir das internationale Ranking in diesem Bereich gewonnen. Ein Erfolg, der auf den breiten Einsatzmöglichkeiten von Anwendungen des E-Government aufbaut", so Silhavy. Gemeinsam mit dem Unterrichtsministerium habe das Bundeskanzleramt im Jahr 2007 das Projekt "Edu.gov" gestartet, das sich dem Thema E-Government im Schulunterricht widmet. "Unser Ziel ist es, den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten des E-Government aufzuzeigen. Sie lernen den Umgang mit elektronischen Signaturen, die in Zukunft für Wirtschaft und Verwaltung unverzichtbar sein werden. Unsere Pilotschulen werden mit Kartenlesegeräten ausgestattet und in Kürze wird es auch spezielle Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer geben", sagte die Staatsekretärin.

"Jugend2Help" ist ein weiteres aktuelles Projekt des Bundeskanzleramtes: Jugendliche können dabei entscheiden, welche Kommunikationsform mit der Verwaltung sie bevorzugen. "Langfristig wollen wir so eine dauerhafte Kommunikation und Kooperation mit Österreichs Jugend schaffen", so Silhavy. Mit dem Projekt "Edu.Sig" werde gestestet, in welchen schulischen Bereichen die elektronische Signatur eingesetzt werden kann. Viele dieser Lösungen seien auch bei den Übungsfirmen einsetzbar. So könnten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Bürgerkarte rasch und einfach Rechnungen signieren oder Anträge über Online-Formulare einbringen. "Mit dem Schuljahr 2008/2009 stehen den Übungsfirmen die ersten Anwendungen zur Verfügung", freute sich Silhavy.

Abschließend lud die Staatssekretärin dazu ein, sich am Stand des Bundeskanzleramtes eine Bürgerkarte aktivieren zu lassen. Auch Jugendliche könnten diese schon aktiv nutzen: "Seit letztem Jahr kann man ab einem Alter von 14 Jahren bereits die Vorzüge von FinanzOnline nutzen, um eine Arbeitnehmerveranlagung nach der Ferialpraxis durchzuführen. Gemeinsam mit den Schulprojekten ist das eine Chance, die Möglichkeiten des E-Government bereits den jungen Menschen in der Praxis zu vermitteln."

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