Grüne Wien: Wiener Plastiksammlung - Sima auf Einwegkurs

Maresch übt scharfe Kritik an Wiener Abfallwirtschaft

Wien (OTS) - "Mit ihrem heutigen Statement verabschiedet sich SPÖ-Umweltstadträtin Sima einmal mehr von einer Abfallwirtschaft, die auf Müllvermeidung abzielt", so Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Grünen Wien. Gab es früher noch Ambitionen die umweltfreundlichen Mehrwegsysteme zu fördern, lobt Sima nun den Plastik-Einwegmüll über alle Maßen. Dass mit den Plastik-Sammelzahlen ausschließlich PR gemacht wird, ist bei näherer Betrachtung nur zu offensichtlich", streicht Maresch hervor.

Die bessere Sammelqualität werde in Wien tatsächlich dadurch erreicht, dass eben eine große Menge von Kunststoffabfällen überhaupt nicht gesammelt werde, kritisiert der Umweltsprecher: "Die Abfälle werden in den Müllverbrennungsanlagen verbrannt - Müllvermeidung ist in Wien ein Fremdwort geworden. Ein Fehlwurfanteil von 13,7 Prozent ist kein Ruhmesblatt - bei anderen Altstoffen, z.B. Glas ist der Fehlwurfanteil deutlich geringer, jedenfalls weit unter 10 Prozent. "Grundsätzlich funktioniert das Kunststoffrecycling schlecht. Glas kann wieder vollständig zu neuen hygienisch einwandfreien Glasflaschen recycliert werden, bei Kunststoff ist das nicht möglich. Das recyclierte Material wird nur in der Mittelschicht einer neuen Verpackung eingesetzt", betont Maresch.

Die Grünen Wien fordern, dass Stadt auf Abfallvermeidung setzt, anstatt teure, ineffiziente und ökologisch zweifelhafte Recyclingaktivitäten zu unterstützen.

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