Sri Lanka: TraumaberaterInnen für Sri Lanka

Zukunftsweisendes Projekt der Diakonie gefährdet

Wien (OTS) - "Über 10.000 Todesopfer forderte allein der Tsunami Ende 2004 in Ampara. Der andauernde Konflikt zwischen den verfeindeten ethnischen Gruppen im Land verunsichert die Zivilbevölkerung und macht die Gestaltung eines normalen Alltags zusätzlich schwierig. Erst dieses Wochenende wurden wieder 90 Tote gemeldet. Bisher konnten wir trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen 2.000 betroffenen Menschen psychosoziale Hilfe geben. Um zahlreiche weitere traumatisierte und schwer erkrankte Menschen in dieser Region zu erreichen, brauchen wir dringend weitere finanzielle Unterstützung", berichtet Dr. Barbara Preitler, Leiterin des Universitätslehrgangs "Academic Trauma Counsellor", die soeben von ihrer Projektreise aus Sri Lanka zurückgekehrt ist.

Trotz anhaltender Regenfälle und politischer Unruhen im Osten Sri Lankas konnte der erste, im Jahr 2005 gestartete, universitäre Lehrgang "Academic Trauma Counsellor" erfolgreich abgeschlossen werden. Dank dieses Kooperationsprojektes der Diakonie, Universität Klagenfurt und der lokalen Organisation "Centre for Psychosocial Care" (CPC) können nun nach dreijähriger Ausbildung die ersten 16 traumatherapeutischen BeraterInnen ihre Arbeit aufnehmen. Für Sri Lanka ungewöhnlich: Die BeraterInnen werden in ethnisch gemischten Teams unterwegs sein.
Während für die unmittelbaren Folgen des Tsunami reichlich private und öffentliche Gelder aufgebracht werden konnten, ist die Finanzierung von Projekten, die sich mit weniger spektakulären Spätfolgen beschäftigen, nur schwer zu erreichen.

Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich: "Die Weiterführung des universitären Lehrganges "Academic Trauma Counsellor" ist nicht gesichert. Bemühungen der Diakonie um eine Finanzierung aus dem Tsunami-Katastrophenfonds sind bislang gescheitert."
Aus den Erfahrungen mit der Tsunami-Katastrophe wird die Notwendigkeit einer Verbesserung des Katastrophenhilfefonds der Österreichischen Bundesregierung ersichtlich.

Michael Chalupka stellt in diesem Zusammenhang folgende fünf Forderungen:

1. Einrichtung eines permanenten Katastrophenhilfefonds der Österreichischen Bundesregierung, in der Höhe eines fixen Sockelbetrages. 2. Effiziente Verwaltung dieses Fonds durch die Austrian Development Agency 3. Einheitliche Richtlinien bezüglich der Antragstellung, wie im Ernstfall Hilfsorganisationen ihre Projekte über diesen Fonds einreichen können 4. Transparenz bezüglich der Projektvergabe 5. Evaluierung bezüglich der Nachhaltigkeit über diesen Fonds finanzierter Projekte" Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe PSK 23.13.300 (BLZ 60.000) Kennwort "Sri Lanka" Online-Spende www.diakonie.at/katastrophenhilfe

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