Muhammad-Asad-Platz: Empfang bei Wiener Bürgermeister

Wien (OTS) - Im Anschluss an die feierliche Benennung des Muhammad-Asad-Platzes vor der UNO am Montag Vormittag fand im Stadtsenatsitzungssaal des Wiener Rathauses ein feierlicher Empfang in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Michael Häupl statt.

Beim Empfang betonte Bürgermeister Häupl: "Mit der Platzeröffnung, und dem Gedenken an einen großen Wiener und sein Schaffen, wurde symbolisch ein Akt gesetzt, dessen Bedeutung über den Dank an die Person Muhammad Asad hinausgeht. Es ist ein wichtiges Signal für die Integration, die Weltoffenheit und die kulturelle Vielfalt dieser Stadt. Diese Vorzüge können wir mit Stolz für uns in Anspruch nehmen und international vertreten. Gemeinsam in Frieden zusammenzuleben, war eine der wichtigsten Botschaften Asads. Wir leben danach. Beschäftigt man sich mit dem intellektuellen Werk Asads, und erkennt den Auftrag, den die österreichsche Geschichte mit sich bringt, so erscheinen viele Diskussionen, etwa rund um den Bau von Moscheen und Friedhöfen weniger groß, und manche Diskutanten sehr klein. Das Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen funktioniert in Wien vorbildhaft. Durch die Ehrung Muhammad Asads ist Wien wieder ein Stück reicher geworden."

Univ.-Prof. Talal Asad, Sohn von Muhammad Asad, dankte in seiner Rede einmal mehr der Stadt Wien für die Ehre, die seinem Vater durch diese Platzwidmung zukommt. "Ich würde mich freuen, wenn diese Weltoffenheit und Integrationsrolle Wiens Beispielwirkung in Europa hätte."

Neben Bürgermeister Häupl und Univ.-Prof. Asad haben auch die Algerische Botschafterin Exzellenz Taous Feroukhi, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich Anas Schakfeh sowie der Vertreter des Prinzen Salman von Saudi Arabien, Dr. Fahad Samari, das Wort ergriffen.

Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Ein weiterer Teil des Treffens widmete sich der Vorführung des autobiographischen Films "Der Weg nach Mekka - Die Reise des Muhammad Asad" über seine Lebensstationen und die heutigen Kontaktpunkte zwischen dem Islam und dem Westen aus einem neuen Blickwinkel. Die Reise führt im Film von Lemberg nach Wien, Berlin, Palästina, Ägypten, Saudi Arabien, Pakistan, USA und Spanien.

Bei der Podiumsdiskussion "Die Europäer und der Islam - zwischen Faszination und Ablehnung" haben Univ.-Prof. Talal Asad (Kulturanthropologe), Dr. Murad Hoffmann (Botschafter der BRD a.D., Autor), Univ.-Prof. Dr. Rüdiger Lohlker (Islamwissenschaftler, Professur Universität Wien),Univ.-Doz. Dr. Alfred Noll (Rechtsanwalt, Soziologe, Univ.-Doz. f. Öffentliches Recht) und Mag.a Amena Shakir (Islam- und Politikwissenschaftlerin) über europäische Entwicklungen rund um den Islam diskutiert.

Die Diskussion beschäftigte sich vor allem mit den Fragen: Wie interagierte Europa mit den islamischen Ländern über die Jahrhunderte? Welche Islam-Bilder prägten Europa im Laufe der Geschichte? Wie werden der Islam und die Muslime heute in Europa wahrgenommen? Worin besteht die Anziehungskraft, die die islamische Kultur und Religion auch auf EuropäerInnen ausübt? Warum ist die Konversion Leopold Weiss zu Muhammad Asad so aufsehenerregend und bis heute für Aufreger gut?

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