GRAS verurteilt Polizeigewalt bei friedlicher Demonstration

Entgegen den Behauptungen der Polizei kam es bei der Räumungsaktion aufgrund der brutalen Maßnahmen zu Verletzungen wie Hematomen, Schürfwunden und Knochenbrüchen.

Wien (OTS) - Aufs Schärfste verurteilen die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) das gewalttätige Vorgehen der Polizei gegen friedliche DemonstrantInnen bei der Räumung am Sonntag des besetzten Hauses in der Spitalgasse 11 im neunten Wiener Gemeindebezirk. Neben verbalen Angriffen wie "Orschloch"-"Scheiss Kärntner!"-"Asoziales Gsindl!" seitens der Polizei, ging die Polizei auch mit körperlichen Angriffen gegen den passiven Widerstand der friedlichen BesetzerInnen vor.

Dabei kam es unter Anderem zu Schürfwunden, Blutergüssen, Cuts, Hematomen und angeblich zu Knochenbrüchen. "Es ist erschreckend, dass in einem Rechtsstaat die Polizei ein derart unbegründetes und brutales Vorgehen an den Tag legt. Friedliche DemonstrantInnen zu prügeln und zu misshandeln verstößt klar gegen die Menschenrechte und darf unter keinen Umständen geduldet werden", kritisiert Nadja Gasser, Aktivistin der GRAS Uni Wien, das Verhalten der Wiener Polizei.

Auch die Bekanntgabe der Personalnummern der PolizistInnen, um eine Beschwerde möglich zu machen, wurde von diesen verweigert. "Ein derartig aggressives Vorgehen gegen passiven Widerstand habe ich noch nie erlebt", berichtet Eva Schönwetter, Aktivistin der GRAS Wien. Die seit Freitagnachmittag dauernde friedliche Besetzung eines Hauses in der Spitalgasse sollte auf die prekären Mietverhältnisse in Wien hinweisen.

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