ARBÖ begrüßt Faymanns angekündigten Belastungsstopp für Autofahrer

Regierung soll Autofahrern die Förderung von CO2-Spritsparkursen anbieten - 1,35 Millionen Tonnen Co2 Einsparung wären möglich

Wien (OTS) - "Endlich eine Stimme der Vernunft", begrüßt ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil den von Verkehrsminister Werner Faymann angekündigten Belastungsstopp für Autofahrer. Es bleibt nun zu hoffen, dass sich diese Stimme der Vernunft innerhalb der Regierung auch durchsetzen kann. Der ARBÖ unterstützt den Verkehrsminister auch in seinem Bemühen, eine höhere LKW-Maut in Brüssel durchzusetzen. Schließlich hat die Zahl ausländischer LKW auf dem heimischen Autobahnnetz allein im Vorjahr wieder um kräftige 12 Prozent zugenommen, die von ausländischen LKW gefahrenen Kilometer sogar um 20 Prozent.

Die vom Verkehrsminister ausgerufene Devise, den Autofahrern Angebote zu machen, statt weiterhin nur abzukassieren, stößt beim ARBÖ ebenfalls auf große Zustimmung. Schließlich wird den Autofahrern in Österreich unter dem Deckmantel des Klimaschutzes jedes Jahr bereits zusätzliche 856 Millionen Euro abgeknöpft. Konkret schlägt der ARBÖ vor, dass der Staat mit diesen zusätzlich kassierten Einnahmen CO2-Kurse fördert, bei denen die Autofahrer einen spritsparenden und umweltschonenden Fahrstil lernen können. Bis zu 25 Prozent Sprit können erfahrungsgemäß durch Verbesserungen des persönlichen Fahrstils erzielt werden. Das schont Umwelt und Kosten. Seit Monaten liegt ein ausgeklügeltes Konzept vor. Durch solche speziellen Sparfahr-Trainings könnten pro Jahr 1,35 Millionen Tonnen im Verkehrsbereich eingespart werden, rechnet der ARBÖ vor. Der ARBÖ stünde mit seinen vier Fahrsicherheits-Zentren bereit, solche Kurse auch operativ durchzuführen.

Des weiteren setzt sich der ARBÖ für eine jährliche Abgasprüfung im Zuge des Pickerls ein. Bei der Pickerl-Überprüfung, die ja erstmals drei Jahre nach Zulassung stattfindet, hat sich herausgestellt, dass viele Fahrzeuge unnötig viel Sprit verbrauchen, nur weil es Probleme beim Motormanagement bzw. im Auspuffbereich gibt.

Der ARBÖ appelliert an die Regierung, sich in Brüssel für strenge Verbrauchsnormen für Neufahrzeuge ab dem Jahr 2012 einzusetzen. Das ist eine nachhaltige Investition in die Klimaverbesserung, und die Autoindustrie hat wie etwa bei Dieselpartikelfilter unter Beweis gestellt, dass sie zu innovativen Lösungen imstande ist, wenn der Druck hoch genug wird.

Der ARBÖ unterstützt auch das Vorhaben Faymanns, den Tankexport aus der Kyoto-Bilanz herauszurechnen. Schließlich fehlen laut Umweltbundesamt im gesamten Verkehrsbereich 4,4 Millionen Tonnen CO2 zur Erreichung des Kyotozieles. Auf den Tankexport entfallen -ebenfalls laut Umweltbundesamt - 6,3 Millionen Tonnen, davon zwei Drittel auf LKW. "Wenn es gelingt, den Tankexport herauszurechnen, der die Luft in Österreich ja nicht belastet, ist das Kyoto-Verkehrsziel bereits übererfüllt", so Leo Musil.

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