Hofer: Gentechnische Verunreinigungen sind kein Problem auf Zeit, sondern ein agrarischer Supergau

Gesundheitsministerium verkennt den Ernst der Lage völlig

Wien (OTS) - Obzwar eine überraschend gehaltvolle Beantwortung auf seine Anfrage zu gentechnisch verunreinigten Nahrungsmitteln erfolgte, bleiben für den freiheitlichen Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer wesentliche Unklarheiten bestehen. "Gesundheitsministerin Kdolsky spricht zwar von jährlichen Schwerpunktaktionen, um mögliche Kontaminationen zu erheben. Nach den Erfahrungen mit verunreinigten Reisprodukten, in denen sich gentechnisch veränderter US-Reis fand, und jüngst verunreinigten chinesischen Reisimporten, erscheinen diese Kontrollen aber allzu lückenhaft."

Zudem seien offenkundig nicht die Ursachen der Verunreinigungen erhoben worden, was aber die wesentlichste Maßnahme wäre, um künftige Wiederholungen zu vermeiden, erklärt Hofer. "Auch was die mögliche Kontamination österreichischer Ackerflächen, etwa im Zuge des Gentechnik-Mais-Anbaus in Bayern, betrifft, tappt man im österreichischen Gesundheitsministerium offenbar im Dunkeln. Zwar gibt man bekannt, dass die in als konventionell gekennzeichneten Reisprodukten gefundenen Gentechnik-Sorten in Freisetzungsversuchen angebaut wurden. Wo und wann sie aber angebaut wurden und vor allem:
wie sie in unsere, angeblich kontrolliert gentechnikfreien Handelswaren gelangen konnten, wurde nicht erhoben oder jedenfalls verschwiegen."

Dieser leichtfertige Umgang mit der größten Bedrohung unserer Landwirtschaft, unserer Umwelt und mutmaßlich unserer Gesundheit muss dringendst überdacht werden, mahnt Hofer. Am Beispiel Mexiko konnte nachvollzogen werden, wie Gentechnik-Sorten durch Auskreuzung und Schmuggel buchstäblich in Windeseile auf an sich Gentechnik-freie Ackerflächen übergriffen. Gleiches könnte uns auch in Österreich blühen", warnt der FPÖ-Umweltsprecher. "Um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen, muss aber umfassend und regelmäßig kontrolliert werden. Das ist unerlässlich, denn haben sich die Gensaaten einmal ausgebreitet, gibt es kein Zurück mehr. Die FPÖ fordert deshalb:
halbherzige Überprüfungen und andere Alibi-Maßnahmen sind, zum Wohle der heimischen Landwirtschaft und der österreichischen Verbraucher, umgehend durch ein rigoroses Kontrollsystem und regelmäßige Veröffentlichungen der Prüfberichte zu ersetzen."

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