Mölzer: Türkei muss Verdacht von Sippenhaftung und Gesinnungsschnüffelei ausräumen

Wird neue Leiterin der österreichischen Ausgrabungen in Ephesos von Ankara wegen Türkei-kritischer Aussagen aus familiärem Umfeld abgelehnt?

Wien (OTS) - Als unfassbaren Skandal bezeichnete der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer die Ablehnung der Kärntnerin Sabine Ladstätter als neue Leiterin der österreichischen Ausgrabungen in Ephesos durch die türkischen Behörden. "Offiziell ist von angeblich fehlenden Informationen über Laststätters Kompetenzen die Rede. Tatsächlich dürfte es sich aber um einen Fall von Sippenhaftung handeln, weil Ladstätters Vater, der Obmann des Kärntner Abwehrkämpferbundes, Fritz Schretter, den EU-Beitritt der Türkei ablehnt", so Mölzer weiter.

In diesem Zusammenhang kündigte Mölzer an, dass er in seiner Funktion als Mitglied der Türkei-Delegation des Europäischen Parlaments von Ankara Auskunft über die Ablehnung Ladstätters verlangen und auch eine Schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission stellen werde. "Und sollte sich der Verdacht bestätigen, dass die Archäologin wegen Türkei-kritischer Äußerungen aus ihrem familiären Umfeld abgelehnt wird, dann wäre das ein weiterer Beweis dafür, dass die Türkei in der EU keinen Platz hat", betonte der freiheitliche EU-Mandatar.

Sollte sich der Verdacht gegen Ankara bestätigen, so warnte Mölzer, sei im Falle eines türkischen EU-Beitritts das Schlimmste zu befürchten: "Sippenhaftung und Gesinnungsschnüffelei stünden an der Tagesordnung, und jeder, der die EU-Reife der Türkei bezweifelt oder sich nicht für die Mitgliedschaft dieses außereuropäischen Landes begeistern kann, hätte mit entsprechenden Strafmaßnahmen aus Ankara zu rechnen", sagte der freiheitliche Europaparlamentarier abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0011