Plassnik: Oskar Kokoschka und der Weg in das neue Europa

Außenministerin eröffnet in der Albertina "Exil und neue Heimat"

Wien (OTS) - "Oskar Kokoschkas Leben und Wirken gibt in fast schon exemplarischer Art Auskunft über das blutige 20.Jahrhundert in unserer Heimat, auf unserem Kontinent", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik Donnerstagabend in ihrer Rede zur Eröffnung der Ausstellung "Oskar Kokoschka: Exil und neue Heimat" in der Albertina. Plassnik: "Wie utopisch wäre ihm, dem Humanisten, dem Pädagogen, dem entarteten Künstler, Emigranten, dem zutiefst politischen Menschen, dem Freiheitskämpfer und Wahrheitssucher dieses neue Europa wohl vorgekommen, dessen Motto "in Vielfalt geeint" ist!

Die Außenministerin erinnerte:"Heute vor 70 Jahren hat in diesem Land eine 'Volksabstimmung’ stattgefunden. Die Abstimmung damals war ein Produkt der Nazidiktatur, ein generalstabsmäßig orchestriertes, propagandistisch inszeniertes und im Blockwartestil kontrolliertes Plebiszit."

Plassnik ging dann auf die Debatte und die Entscheidung des Nationalrats über den Reformvertrag von Lissabon ein:"Es war ein emotionsgeladener Tag. Von den Hetz- und Angstmacher-Parolen wie "EU-Diktatur’ und "Verlust der österreichischen Selbständigkeit’ aber unbeeindruckt, fasste ein junger Mann dann in der ZIB 2 seine Sicht zusammen: "Europa wächst ein bisschen mehr zusammen’."

Plassnik: "Es ist alles andere denn eine Selbstverständlichkeit, wenn wir heute in Freiheit in den 27 Ländern jene Regeln der Europäischen Union neu gestalten dürfen, die unser europäisches Zusammenleben und unser europäisches Zusammenarbeiten bestimmen. Der Weg in dieses neue Europa war weit und von Unmenschlichkeit, Grausamkeit und Gewalt überschattet - Oskar Kokoschkas Leben und Wirken zeigt dies auf."

Plassnik: "Kokoschka, der "Auslands-Österreicher’, Weltbürger, international anerkannte Künstler und der gnadenlose Individualist. Seine Kunst spricht in ihrer Einmaligkeit für sich. Die Albertina bietet ihr eine exzellente Plattform". Die Außenministerin gratulierte Direktor Klaus Albrecht Schröder, Kuratorin Antonia Hörschelmann und dem gesamten Albertina-Team zur Ausstellung.

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