Knoll, Ehmann und Wimmer fordern Europäisches Gütesiegel zur Sicherheit von Kinderspielzeug

Wien (SK) - "Der vorliegende Antrag ist ein gelungenes Beispiel,
wie das Zusammenspiel zwischen nationalem Parlament und Europäischer Union funktionieren kann", betonte die SPÖ-Abgeordnete Gertraud Knoll am Donnerstag im Rahmen der Nationalratsdebatte zum Thema mehr Sicherheit für Kinderspielzeug. "Es geht in der EU nicht immer nur um die großen Themen wie Energie und Klimaschutz, sondern es geht auch um konkrete Maßnahmen, die die Bürger im täglichen Leben betreffen und deren Lösungen nur im europäischen Kontext möglich ist", bemerkte Knoll. In der Frage der Sicherheit von Kinderspielzeug brauche man europaweite Regelungen um bessere Standards zu erreichen, denn "die Spielzeugrichtlinie ist 20 Jahre alt", so Knoll, es sei höchst an der Zeit, dass diese geändert werde. Es müsse ein europäisches Gütesiegel eingeführt werden, es brauche mehr Produktsicherheit und unabhängige Prüfung gewährleistet werden, bemerkte Knoll. ****

Als 2007 zahlreiche Spielzeuge wie Fisher Price, Polly Pocket und Barbie freiwillig aus dem Sortiment genommen wurden sei klar geworden, "dass man sich auf das CE-Siegel nicht verlassen kann". Es gebe zwar eine EU-Richtlinie, diese reiche aber nicht aus, "daher können wir Druck machen", so Knoll.

Der SPÖ-Abgeordnete Michael Ehmann führte aus, dass im Jahr 2007 in der Steiermark 126 Kontrollen von Spielzeug durchgeführt wurden, 27 Proben seien genommen worden. Österreichweit habe es 2.500 amtliche Kontrollen gegeben, ungefähr zehn Prozent Proben seien gezogen worden. All diese Produkte seien mit dem CE-Siegel versehen gewesen, dies zeige aber nur eine interne Selbstregulierung der Unternehmen an. Gerade in Zeiten, wo Spielzeuge mit krebserregenden, erbgutverändernden und fortpflanzungseinschränkenden Stoffen aufgetaucht seien, brauche es ein europäisches Gütesiegel und auch die österreichischen Unternehmen müssten in die Pflicht genommen werden.

"Wir brauchen auf europäischer Ebene verschärfte Richtlinien und auch die Handelsunternehmen müssen stärker in die Pflicht genommen werden damit sie mehr Verantwortung tragen", bemerkte der SPÖ-Abgeordnete Rainer Wimmer. Es sei ein "Faktum", dass Spielzeug aus Asien, vor allem aus China "nicht der europäischen Norm entspricht", so Wimmer, deshalb spreche auch er sich für Verbesserungen aus. (Schluss) sw

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0025