Radverkehr - SP-Hora: Hinkender Vergleich Chorherrs

Am Land völlig andere topografische Voraussetzungen als in dicht bebauter Millionenstadt

Wien (OTS) - "Wenn Gemeinderat Chorherr von den Grünen einen Kilometer-Vergleich hinsichtlich der Radfahrsituation in Wien und Vorarlberg anstellt, so ist dieser mehr als hinkend. Chorherr hat nämlich bei seiner Kritik an Wien die topografischen Unterschiede beider Bundesländer völlig außer Acht gelassen", stellte der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Karlheinz Hora, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Aussagen den grünen Politikers fest.

Die bauliche Situation zwischen Dörfern und Kleinstädten in Vorarlberg und der Millionenstadt sei völlig unterschiedlich, so Hora weiter. Während sich in Vorarlberg, vor allem im flachen Rheintal, Siedlung an Siedlung mit ein oder Zwei-Familienhäusern reihten, sei Wien - ausgenommen die Stadtrandsregionen - dicht verbaut. Hora: "Auf Wiens Fläche, die weniger als ein Fünftel von Vorarlberg beträgt wohnen viereinhalb Mal so viele Menschen wie im westlichsten Bundesland Österreichs. Daher ist es umso bemerkenswerter, dass sich der Anteil des Radverkehrs in Wien zufolge einer Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zwischen 1995 und 2007 vervierfacht hat. Das ist auch auf den forcierten Radwege- bzw. Radroutenausbau seitens der Stadt Wien auf nun bereits über 1.000 Kilometer zurückzuführen", betonte Hora.

Nicht zuletzt wies der Mandatar auch darauf hin, dass in Wien der Anteil des Kfz-Verkehrs an allen in der Stadt zurückgelegten Wegen sogar sinke, während er - ebenfalls der VCÖ-Studie zufolge - in allen anderen Bundesländern, also auch in Vorarlberg, vor allem durch die Zersiedlung der Landschaft steige. Wien beabsichtige jedenfalls, so Hora, den Anteil des Radverkehrs im Modal Split in den nächsten Jahren auf acht Prozent zu verdoppeln. "Wien braucht sich also hinsichtlich seiner Bilanz und weiterer geplanter Maßnahmen für den Radverkehr nicht verstecken, auch wenn hier möglicherweise der Radfahreranteil niemals so hoch wie in Vorarlberg sein wird", schloss Hora. (Schluss)

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