Broukal: EMS-Test so gestalten, dass es kein "Gender-Bias" gibt

Mit Professorin Spiel arbeitet bestgeeignete Wissenschafterin an Problembehebung

Wien (SK) - Schon vor mehr als eineinhalb Jahren habe er auf einen Missstand im Zusammenhang mit dem EMS-Eignungstest für die Medizinischen Universitäten hingewiesen, so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Donnerstagnachmittag mit Hinweis auf den so genannten "Gender-Bias" (durch Zuschreibung von tradierten Geschlechterrollen geschlechtsbezogene Verzerrungseffekte). So habe der österreichische EMS-Test ergeben, dass sich das Geschlechterverhältnis bei den Teilnehmenden nicht mit dem jener deckt, die den Test bestanden haben. Mit Professorin Spiel arbeite - von Minister Hahn beauftragt -"Österreichs bestgeeignete Wissenschafterin" an einer klärenden Studie, es "braucht aber Zeit, um begründete Schlussfolgerungen zu ziehen", um den "Test so zu adaptieren, dass er kein Gender-Bias mehr hat", so Broukal, der sich darüber erfreut zeigte, dass es nunmehr in Maturaklassen entsprechende Ratschläge sowie einen "Probetest für 600 am EMS-Test Interessierte" gebe. ****

Klarzustellen sei auch, dass "Frauen ganz sicher keine schlechteren Ärzte sind" - aber ganz offenbar "schafft der Test Hürden, die Männer leichter überspringen als Frauen", so Broukal, der dafür plädierte, diesen Hürden "nachzugehen und sie zu beseitigen". So habe sich beispielsweise gezeigt, dass Männer bei Multiple-Choice-Antworten besser abschneiden, da sie im Falle des Nicht-Wissens die richtige Antwort einfach raten, während Frauen "nicht aufhören können, über die richtige Antwort nachzudenken" und bisweilen zu gar keiner Antwort finden.

Zwar werde der provisorische Zustand leider vermutlich noch beim heurigen EMS-Test gegeben sein, aber er habe die "große Hoffnung", dass man nächstes Jahr zu einer ordentlichen Regelung finden werde, unterstrich Broukal. Er hoffe weiters, dass die von Professorin Spiel in ihrer Studie festgehaltenen Erkenntnisse auch auf andere Bereiche des Lernens und der Universitäten anzuwenden sind, ergänzte Broukal, der sich vehement gegen eine weitere Benachteiligung von Frauen beim EMS-Aufnahmetest aussprach. (Schluss) mb

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