EU-Agrarministerrat behandelt Fischerei und WTO

Österreich informiert über 26. FAO-Regionalkonferenz

Wien (AIZ) - Der EU-Agrarministerrat, der kommenden Montag in Luxemburg stattfindet, wird weitgehend im Zeichen der Fischerei stehen. Auch die Verhandlungen im Rahmen der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) dürften abermals für Diskussionen sorgen. Zusätzlich wird Österreich auf die 26. Regionalkonferenz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aufmerksam machen, die von 26. bis 27.06. in Innsbruck stattfindet. Die Hauptthemen dieser Konferenz sind der Klimawandel und - daraus resultierend - die Absatzförderung regionaler Produkte zur langfristigen Absicherung eines nachhaltigen ländlichen Raumes. Die Herausforderungen Welternährungssicherheit, Klimawandel und Bioenergie stehen auch im Mittelpunkt einer weiteren FAO-Konferenz von 03. bis 05.06. in Rom, über die die Präsidentschaft informieren möchte.

Große Skepsis gegenüber WTO-Entwicklungen

Sechs WTO-Mitgliedstaaten (USA, Kanada, Australien, Brasilien, EU, Japan) haben sich in den vergangenen Tagen - wie berichtet - über einen Teilbereich beim Marktzugang geeinigt, der Berechnungsmodalitäten für die Ausweitung der Zollfreikontingente bei sensiblen Produkten betrifft. Dieses erste Ergebnis, das noch nicht die Zustimmung der anderen WTO-Mitglieder erhalten hat, soll laut Lebensministerium morgen bei einem technischen Experten-Meeting in Genf präsentiert und genauer unter die Lupe genommen werden. Erst danach will Österreich entscheiden, mit welcher Schärfe man am Montag zum Sachstandsbericht der Kommission in Luxemburg Stellung nehmen wird. Ähnlich wie die österreichischen Rübenbauern, die vor weiteren Zollsenkungen und der Eröffnung von Zollkontingenten im Zuckerbereich warnen, beobachte das Ressort die WTO-Entwicklungen "sehr skeptisch". Österreich habe jedenfalls vor, am Montag in Brüssel gemeinsam mit anderen EU-Ländern vor weiteren Zugeständnissen im Agrarbereich zu warnen und Ausgewogenheit bei den Verhandlungen einzufordern.

Bis Monatsende möchte WTO-Agrarausschuss-Vorsitzender Crawford Falconer überarbeitete Texte zur Landwirtschaft und zum nicht-agrarischen Marktzugang (NAMA) vorlegen. Nach Verhandlungen auf hoher Beamtenebene sollen ab 19.05. wieder die Minister ins Genfer Geschehen eingebunden werden.

Illegale Fischerei bekämpfen

Ferner steht die illegale und unregulierte Fischerei als eine der größten Bedrohungen für die Fischbestände und die gesamte Artenvielfalt der Meere im Mittelpunkt. Die bestehenden Gegenmaßnahmen sollen unter Erfassung der gesamten Lieferkette verbessert werden. Weitere Fischereithemen sind die Bestanderholungspläne für Kabeljau und Roten Thun, der Umsetzungsstand des Aktionsplans 2006 bis 2008 zur Vereinfachung und Verbesserung der Gemeinsamen Fischereipolitik sowie das partnerschaftliche Fischereiabkommen zwischen der EU und Mauretanien. (Schluss) leith

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