Leitl: Englisch soll "Zweitsprache" in Österreich werden

Englischunterricht vom Kindergarten bis zum Altersheim -Marek: Kommunikation ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg

Wien (PWK262) - "Kommunikation ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg und in einer globalisierten Wirtschaftswelt gehören Fremdsprachen, an erster Stelle Englisch, unabdingbar dazu", betonte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl heute (Donnerstag) anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung von WKÖ und Wirtschaftsministerium zum Thema "Internationale Kommunikation -Schlüssel zum Unternehmenserfolg".

Grundsätzlich stehe Österreich in punkto Internationalisierung sehr gut da. Leitl: "Gemäß einer unabhängigen Schweizer Studie sind wir, die internationale Verflechtung der österreichischen Wirtschaft betreffend, Vizeweltmeister hinter Belgien." Als anschauliches Beispiel nannte Leitl, dass Österreich durch seine erfolgreiche Exportwirtschaft mittlerweile sechs von zehn Euro im Ausland verdiene. Leitl: "Trotz aller Freude über diesen Erfolg, dürfen wir uns aber nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen." Leitl mahnte aber ein, dass "wir alle weiter am Internationalisierungsgrad unserer Wirtschaft arbeiten müssen und dazu bedarf es zumindest der Kenntnis des Englischen, als der Weltwirtschaftssprache Nummer Eins." Englisch müsse zur Zweitsprache in Österreich werden, "vom Kindergarten bis ins Altersheim", so Leitl. In diesem Bereich gelte es noch viel zu tun und dafür ist die gemeinsame Internationalisierungsoffensive von WKÖ und BMWA, "go international", der richtige Motor.

Durch "go international" konnten die umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen der Außenwirtschaft Österreich (AWO) für österreichische Unternehmen, die in den Export gehen wollen, verstärkt werden. Ein wichtiger Teil des 31 Punkte umfassenden Förderprogramms liegt in der Sprachförderung und in der Erstellung von verschiedenen Lehrmaterialien zum Export für Schüler. "Es ist nie zu früh, an den Export zu denken, lautet unser Motto mit dem wir an Schulen gehen", berichtete AWO-Chef Walter Koren. So haben bereits 20.000 Schüler an Exportseminaren teilgenommen, 5.000 Schüler zwischen 9 und 14 Jahren nahmen an der Kinder-Business-Week der AWO teil und die AWO bietet weiters laufend Seminare zur Weltwirtschaft für Lehrer und hilft bei der Erstellung von Lehrmaterial für Schüler aller Altersstufen. Zusätzlich werden Auslandspraktika von Schülern, Studenten und Lehrlingen kofinanziert. Koren: "Aus- und Weiterbildung darf nie aufhören und muss vor allem im Export, dem Wirtschaftsmotor Österreichs noch stärker forciert werden, denn qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage des Erfolgs am internationalen Wirtschaftsparkett." Bei der Präsenz österreichischer Unternehmen im globalen Wettbewerb ist die Außenwirtschaft Österreich (AWO) mit ihren 108 Stützpunkten weltweit der wichtigste Partner, der permanent die Interessen der heimischen Exporteure vertritt.

Staatssekretärin Christine Marek zitierte in diesem Zusammenhang Henry Ford, der meinte, dass "die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes nicht in der Fabrikshalle oder im Forschungslabor beginnt, sondern im Klassenzimmer" und ergänzte, dass "fachliches Know-how inklusive exportrelevantem Fachwissen und Fremdsprachenkenntnissen die benötigten hard skills einer international orientierten Wirtschaft sind." Fremdsprachenkenntnisse müssen dafür verstärkt werden, denn wie eine Studie der Europäischen Kommission zeigt, verlieren rund 11% der europäischen Unternehmen, allen voran Klein- und Mittelbetriebe, Exportaufträge, weil ihre Mitarbeiter nur mangelhaft Fremdsprachen beherrschen. Auch Österreich habe hier noch Aufholbedarf und müsse den Grundsatz des "lebensbegleitenden Lernens" noch stärker verinnerlichen. (BS)

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